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Der SC Freiburg verliert 2:4 gegen Leverkusen – nicht nur wegen Alarios Doppelpack

Auf Torgarant Lucas Alario kann sich Bayer Leverkusen derzeit verlassen. Der Argentinier erzielt seinen zweiten Doppelpack in dieser Woche und leitet den 4:2-Auswärtssieg in Freiburg ein. Der Sport-Club leistet sich zu viele Fehler in der Defensive.

Der zweite Doppelpack von Topstürmer Lucas Alario innerhalb einer Woche imponierte auch Peter Bosz. "Das ist natürlich beeindruckend", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen nach dem 4:2 (2:1)-Auswärtserfolg beim SC Freiburg am Sonntag. Der Argentinier drehte mit seinen zwei Treffern nach einem schwachen Auftakt und frühen Gegentor für Leverkusen die turbulente Partie im Breisgau. Bayer sicherte sich dank des dritten Liga-Siegs in Serie Rang vier und hält Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga.

Die Freiburger müssen sich dagegen nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie in der Tabelle erst einmal nach unten orientieren. "Wir müssen ins Punkten kommen. Es wäre schön, wenn man ein bisschen davonzieht und nicht in den Strudel mit reinkommt", mahnte der eingewechselte Nils Petersen, der zum 2:3 traf (72.). Und auch Coach Christian Streich warnte: "Wir müssen uns darauf einrichten, dass es ein harter, harter Kampf wird in diesem Jahr."

Breisgauer in der Defensive schwach

Vor allem zahlreiche Fehler in der Defensive brachten die Mannschaft von Christian Streich nach der frühen Führung um ein besseres Ergebnis. "Es ist enttäuschend, wenn man den Spielverlauf sieht", sagte Petersen und ergänzte mit Blick auf die eigenen Fehler: "Am Ende müssen wir uns an die eigene Nase fassen." Beim Sport-Club hatte Defensivspieler Nicolas Höfler einen ganz schwachen Tag erwischt, der 30-Jährige sah bei drei der vier Gegentore schlecht aus.

Ganz anders Bayer-Torjäger Alario. Wie schon beim 3:1 gegen Augsburg am Montag war Alario mit seinem zweiten Doppelpack (29./42. Minute) innerhalb einer Woche der Matchwinner. "Natürlich haben uns die Tore von Lucas geholfen", sagte Bosz über den 28-Jährigen, der nach sechs Spieltagen bereits fünf Tore erzielt hat und erstmals dreimal in Serie traf.

"Normalerweise kann man so ein Spiel nicht mehr drehen", ergänzte Bosz mit Blick auf den frühen Rückstand durch den Freiburger Lucas Höler (3.). Doch dann schlug Alario doppelt zu, ehe die Nationalspieler Nadiem Amiri (64.) und Jonathan Tah (76.) nach der Pause die weiteren Gäste-Tore erzielten.

Nach einem Bayer-Sieg sah es zunächst allerdings nicht aus. Im verregneten Freiburg startete die Werkself schwach, nach nicht einmal drei Minuten lag Bayer zurück. Freiburgs Rechtsverteidiger Kübler bediente Stürmer Höler, der mit dem Außenrist zu seinem ersten Saisontor traf. Das blieben aber nicht die einzigen Szenen, die Bayer-Coach Bosz aufregten. Mitte der ersten Hälfte sah Sven Bender zunächst Rot, nachdem Höler kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gekommen war. Zur Erleichterung der Leverkusener nahm Schiedsrichter Benjamin Cortus den Platzverweis aber nach Videobeweis zurück.

In der Offensive fiel Bayer lange zu wenig ein, konnte sich aber auf den formstarken Alario verlassen. Der Torjäger agierte zwar phasenweise unauffällig, aber effizient: Zunächst ließ er sich die Chance nach einem viel zu ungenauen Rückpass von Nicolas Höfler nicht entgehen. Dann legte Alario nach einem Angriff über Lars Bender und Florian Wirtz nach und drehte die Partie noch vor der Halbzeit.

Nach der Pause ging es ereignisreich weiter. Und wer dann dachte, dass schon Amiri mit seinem sehenswerten Treffer für die Entscheidung gesorgt hatte, sah sich getäuscht. Nachdem Petersen mit seinem 25. Pflichtspiel-Jokertor im Trikot des Sport-Clubs wieder verkürzt hatte, sicherte erst Tah nach einer Ecke endgültig den Sieg.

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