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Fußball Deutsche U21 nach Kraftakt im Finale

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Intensiv geführte Partie: Nadiem Amiri (rechts) gegen den Rumänen Cristian Manea. Foto: De Luca

Geführt, gepatzt und doch gewonnen: Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist in der Hitze von Bologna dank der Doppelpacker Luca Waldschmidt und Nadiem Amiri erneut in das EM-Finale eingezogen.

In einem dramatischen Spiel rang das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz Außenseiter Rumänien dank einer starken zweiten Halbzeit mit 4:2 (1:2) nieder und kann am Sonntag zum insgesamt dritten Mal den EM-Titel gewinnen.

Waldschmidt vom SC Freiburg per Foulelfmeter (51.) und per Freistoß in der 90. Minute sorgte nach der Pause für die Wende. Der Hoffenheimer Amiri (21./90.+4) traf ebenfalls doppelt. Nach Amiris 1:0 hatte das DFB-Team zeitweise die Kontrolle verloren und war durch zwei Treffer von George Puscas per Foulelfmeter (26.) und Kopfball (44.) sogar in Rückstand geraten.

"Klasse gemacht"

"Ich glaube, in der ersten Halbzeit waren wir nicht so gut da. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gespielt. Am Ende hat es gereicht" sagte Waldschmidt, der mit nun sieben Treffern den Turnierrekord des Schweden Marcus Berg einstellte: "Ich freue mich, dass es so gut läuft. Es ist wichtig, dass wir die volle Konzentration hier haben." Kuntz lobte: "Ich kann nur den Hut vor meinen Jungs ziehen. Das haben wir klasse gemacht."

Von einem "Auswärtsspiel" hatte Kuntz vor Anstoß gesprochen, gut 10 000 der 16 211 Zuschauer drückten den Rumänen die Daumen. In der hitzigen Atmosphäre behielt das deutsche Team aber kühlen Kopf. Allerdings fehlte es angesichts der 37 Grad Celsius auf beiden Seiten an Tempo. Das sollte sich schnell ändern. Schon nach 15 Minuten wurde das Spiel für eine Trinkpause unterbrochen.

Die kurze Unterbrechung tat dem DFB-Team zunächst gut. Der in die Startelf gerückte Hoffenheimer Amiri marschierte nahezu ungestört durch das Mittelfeld, ließ sich nicht stören und traf aus 17 Metern ins linke Eck.

Die Führung hielt allerdings nicht lange. Nach einem Foul von Timo Baumgartl an Ianis Hagi ließ Schiedsrichter Orel Grinfeld aus Israel das Spiel zunächst laufen. Nach Ansicht der Videobilder entschied er aber doch auf Elfmeter, Puscas verwandelte.

Anschließend verlor das DFB-Team komplett die Kontrolle. Hinten häuften sich Fehler. Ein unnötiger Ballverlust von EM-Debütant Maximilian Mittelstädt leitete den Rückstand ein, Jonathan Tah ließ Andrei Ivan flanken, in der Mitte kam Puscas gegen Baumgartl und Mittelstädt zum Kopfball. Schalke-Schlussmann Alexander Nübel war ohne Chance, bewahrte sein Team aber wenig später vor dem 1:3.

Erst zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte sich die deutsche Mannschaft wieder konzentrierter. Die Belohnung folgte prompt: Hagi riss Dahoud an der Strafraumgrenze zu Boden, Waldschmidt nahm das Geschenk dankend an und verwandelte ebenfalls mit etwas Glück vom Punkt. Mit jetzt sechs Turniertoren hat der Angreifer die EM-Torjägerkanone fast sicher. Anschließend lieferten sich beide Teams ein offenes, spannendes Duell auf Augenhöhe. Mit dem besseren Ende für die Deutschen.

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