Villingens Spieler-Co-Trainer Kevin Vurusic sah gute Chancen seines Teams, aber keine Tore. Foto: Rohde

Die Villinger U21 musste sich mit 0:4 geschlagen geben. Der FC Königsfeld geht mit einem Dämpfer im Rücken in die Relegation. Pfaffenweiler erledigt seine Hausaufgaben.

Verbandsliga: SV Niederschopfheim – FC 08 Villingen II 4:0 (0:0). Auf dem Papier eine klare Sache wurde das Kellerduell der beiden Absteiger – obwohl die Gäste lange gut mitspielten. Spieler-Co-Trainer Kevin Vurusic sah „auf unserer Seite Möglichkeiten für einen Treffen, wir haben das Spiel sogar kontrolliert, waren jedoch nicht zwingend genug. Drei der vier Tore waren sicherlich vermeidbar“, resümierte der Nullachter nach dem 15. sieglosen Auswärtsspiel.

 

Kevin Laatsch fand mit einem schönen Querpass keinen Abnehmer am Fünfer, Dean Savic traf den Ball nicht richtig und Maximilian Rudy zog eine Vorlage von Jason Barth über den Kasten. Besser machte es der SVN: Direkt nach der Pause fiel das 1:0 durch Ermin Avdicevic (46.). Zehn Minuten später fiel das 2:0 aus einem Eckball heraus durch Noah Schaub (56.). In diesem Zehn-Minuten-Takt ging es weiter. Timurhan Süme stellte auf 3:0, ehe Luis Leidinger für den 4:0-Endstand sorgte.

Tore: 1:0 Avdicevic (46.), 2:0 Schaub (56.), 3:0 Süme (65.), 4:0 Leidinger (72.).

Schiedsrichter: Amin Hamidi.

Zuschauer: 125.

Landesliga

FC Pfaffenweiler – SG Dettingen-Dingelsdorf 6:0 (3:0). Mit einer unterhaltsamen Offensivvorstellung verabschiede sich der FCP in seiner zweiten Landesliga-Saison als Dritter in die Sommerpause. Dabei gelang Torjäger Jallow Saja nochmals ein Hattrick, wodurch er Torschützenkönig der L3. Mit 30 Saisontreffern ist er am Ende der Saison gleichauf mit Aasens Spielertrainer Tefvik Ceylan.

Aufseiten der Gastgeber gab es indes noch die Verabschiedungen von Kapitän Adrian Scholemann und Flügelflitzer Felix Ohlhauser, der zunächst eine Pause einlegt. Letzterer startete nochmals und legte Lars Rohrer in der 5. Minute zum Blitzstart mustergültig auf – 1:0. Rohrer wiederum bediente kurze Zeit später seinen Sturmpartner Saja zum 2:0. Damit aber noch nicht genug: Ohlhauser glänzte wie zu besten Zeiten und zog einen Eckball in den Dettinger Strafraum, den der aufgerückte Yannick Bartmann per Kopf zum 3:0-Halbzeitstand versenkte.

Nach der Pause ging es munter weiter: Wieder war Ohlhauser mit einer Ecke Wegbereiter und Bartmann wieder mit dem Kopf der Schütze zum 4:0. Kaum wieder angepfiffen legte Saja direkt das 5:0 nach Zuspiel in die Tiefe nach. Bei vielen weiteren Ecken wäre ein höherer Sieg möglich gewesen. Für einen Treffer reichte es in der 75. Minute noch zum 6:0-Endstand durch Saja.

Spielertrainer Jonas Schwer blieb auf der Bank, „ich war fit, wollte es mir von Außen anschauen und habe die anderen Jungs spielen lassen. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt, bei der der dritte Platz nicht selbstverständlich war.“

Tore: 1:0 L. Rohrer (5.), 2:0, 5:0, 6:0 Saja (9., 60., 75.), 3:0, 4:0 Yannick Bartmann (26., 59.).

Schiedsrichter: Philipp Gaßner.

Zuschauer: 200.

SC Gottmadingen-Bietingen – FC Königsfeld 7:0 (4:0). Komplett von der Rolle präsentierte sich der personell komplett umgekrempelte Vizemeister im Katzental. Die Linzgauer sicherten sich aus eigener Kraft den Klassenerhalt, der durch die Niederlagen von Überlingen und Denkingen letztlich nie in Gefahr war. Bei den Hausherren ragte Maximilian Schopper heraus, der drei Tore markierte. Zwischen seinem frühen 1:0 und dem 3:0 lag der zweite Treffer von Marcel Margraf. Nach bereits einer Viertelstunde war die Partie gelaufen. Jeweils acht Minuten vor und nach der Pause sorgte Marco Gruber für das 4:0 und 5:0.

Es kam jedoch noch schlimmer: Trotz vier Wechseln zur Halbzeit wurde es mit neuen Kräften nicht mehr besser. Auf Schoppers sechstes Tor folgte noch der 7:0-Schlusspunkt von Luca Magro in der 81. Minute. Alexander Thumer, sportlicher Leiter der Königsfelder, fasste das Spiel treffend zusammen: „Heute muss man ganz klar sagen, dass wir in der Höhe verdient verloren haben. Es war ein komplett schwacher Auftritt. Da hat nichts gepasst, die Körpersprache war schwach und man hat eben gesehen was passiert, wenn bei uns acht bis zehn Leistungsträger nicht von Beginn an spielen. Dennoch haben wir alles vermissen lassen und müssen natürlich nächste Woche komplett anders auftreten. Es erinnerte ein wenig an letzte Saison an das 0:8 gegen Möhringen, als bei uns die Luft raus war.“

Tore: 1:0, 3:0, 6:0 Schopper (5., 16., 73.), 2:0 Margraf (15.), 4:0, 5:0 Gruber (37., 53.), 7:0 Magro (81.).

Schiedsrichter: Oskar Diebold.

Zuschauer: 220.

Relegation

Neben dem ersten Gegner des FC Königsfeld (Donnerstag, 18.30 Uhr), dem SC Durbachtal, der nach einem 0:2-Rückstand beim Kehler FV noch mit 3:2 siegte, hat als zweites Team die SpVgg Gundelfingen-Wildtal die Relegation erreicht. Die beiden weiteren Partien finden am 7. und 13. Juni statt – je nach Ausgang der ersten Partie.

Die Elf von Wildtal-Trainer Aurelio Martins gewann in der Landesliga 2 daheim gegen den SV Weil mit 3:1 und entschied deshalb das Fernduell um den Relegationsplatz mit dem zwölf Partien in Folge ungeschlagenen Freiburger FC am Ende knapp mit einem Zähler Vorsprung für sich. Dabei flog jedoch David Binninger vom Platz, der möglicherweise nun in der Relegation fehlen wird.