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Fussball Der SC Freiburg hat "den lieben Gott in der Tasche"

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Die Freiburger mit Roland Sallai (links, gegen Jonathan Tah) rannten meist hinterher. Foto: Thissen Foto: Schwarzwälder Bote

Sportvorstand Jochen Saier wollte nach dem glücklichen Punkt erst einmal Lotto spielen gehen, Nationalstürmer Nils Petersen zählte derweil genüsslich und ein wenig ironisch die drei Gründe für den Freiburger Höhenflug auf. "Wir hatten heute den lieben Gott in der Tasche", sagte Petersen nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen: "Wir haben eine echte Malocher-Mentalität. Und es macht Bock, die anderen zu ärgern und die Wundertüte der Liga zu sein."

Die beschriebene Mischung aus Glück, Leidenschaft und genussvoll zelebrierter Spielverderber-Rolle sorgt im Paket für einen ungeahnten Höhenflug. Nach mehr als einem Drittel der Saison hat der von vielen als Abstiegskandidat eingestufte SC nur drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach.

Zwar waren die Breisgauer in Leverkusen am Samstag dermaßen unterlegen, dass Petersen anmerkte: "Ich habe selten im Fußball einen so glücklichen Punkt geholt." Gleichzeitig erklärte der Freiburger Erstliga-Rekordtorschütze aber: "Wir sind teilweise rumgetaumelt wie ein angeschlagener Boxer. Aber wir sind nicht umgefallen. Auch das ist auch eine neue Qualität."

So sah es auch Trainer Christian Streich. "Ich war nicht zufrieden mit der Leistung. Aber ich war sehr zufrieden mit der Mentalität", sagte er: "Wir laufen wie die Verrückten. Und kicken können wir auch. Wenn auch heute nicht so gut wie an anderen Tagen."

Frühe Führung durch Höler

Doch nach der frühen Führung durch Lucas Höler (5.) kam Leverkusen nur noch zum Ausgleich durch den starken Startelf-Debütanten Moussa Diaby (36.). Nahezu alle Spieler erwähnten stolz, wie schwer es eben sei, gegen den SC Tore zu schießen und zu gewinnen. Weshalb sie zeitnah keinen Absturz befürchten. "Derzeit schaue ich gerne auf die Tabelle. Und diese Euphorie-Phase sollten wir so lange wie möglich nutzen", sagte Petersen. Abwehrspieler Dominique Heintz frohlockte: "Es macht Spaß, da oben zu stehen. Und deshalb wollen wir natürlich versuchen, uns da so lange wie möglich festzubeißen."

Vom Europacup spricht im Breisgau aber noch niemand. Für Streich ist jeder Punkt immer noch einer für den Klassenerhalt. "Ob sie es glauben oder nicht: Ich weiß nicht, wie viele Punkte der Erste, der Zweite oder der Fünfte haben", beteuerte er: "Aber ich weiß genau, wie viele die da hinten haben."

"Wir sind realistisch"

Seinen Rat, "die Kirche im Dorf" zu belassen, beherzigen die Spieler. "Wir sind realistisch", sagte Heintz: "Weil wir sehen, wie viel wir Woche für Woche investieren müssen." Und so kam Petersen zumindest zu dem Fazit: "Es spricht vieles dafür, dass es eine ruhige Saison wird."

Dafür sprechen nicht nur die 13 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, sondern auch die Statistik. Denn noch nie ist ein Verein mit so vielen Punkten in dieser Saisonphase noch abgestiegen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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