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Fußball Clubheim des FC Hüfingen in desolatem Zustand

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Karl Fritschi ist Vorsitzender des FC Hüfingen. Das Clubheim ist in die Jahre gekommen und hat Sanierungsbedarf. Foto: Simon

Hüfingen - Es ist kein Erklärungsbedarf notwendig. Wer durch den Kabinentrakt im Clubheim des Hüfinger Fußballclubs geht, der erkennt das Problem sofort: Hier muss dringend etwas gemacht werden.

An Decken, Wänden und Böden in den Kabinen- und Duschräumen prangt der Schimmelpilz. "Wenn wir einen Raum wieder gerichtet haben, dann ist der nächste bereits wieder in einem Zustand, dass wir dort weitermachen können", erklärt Karl Fritschi, Vorsitzender des FC Hüfingen. Das Clubheim wurde 1969 gebaut, mittlerweile ist es in die Jahre gekommen.

Dagegen will der Verein etwas unternehmen, und was schon lange auf der Tagesordnung stand, aber immer wieder verschoben wurde, gelangt zur Umsetzung: eine grundlegende Sanierung des Clubheims. Knapp 300.000 Euro soll diese laut Gutachter kosten, entsprechende Förderanträge bei Stadt und Sportbund sind bereits gestellt. Losgehen soll es allerdings erst, wenn die Finanzierung auf soliden Füßen steht. Spendenaktionen seien dabei auch Teil des Konzepts.

Dabei kommt auf die Vereinsmitglieder eine Menge Arbeit zu: "Alles, was in unseren Händen liegt, machen wir auch selbst. Damit bekommen wir die Gesamtsumme jedoch nicht bedeutend runter", sagt Fritschi. Für den Verein dennoch keine leichte Aufgabe, immerhin sind pro Jahr mehrere 10.000 Euro an Betriebskosten zu stemmen. "Wir haben dadurch das ganze Jahr eine hohe Belastung für unsere Mitglieder. Und nur, weil wir sanieren wollen, können wir ja nicht plötzlich unser Sommersfest und die anderen Veranstaltungen vernachlässigen" so Fritschi. Die Stimmung unter den Mitgliedern sei allerdings durchweg positiv: "Alle warten darauf und wollen anpacken", beschreibt der Vorsitzende.

Der bisherige Aufwand, das Clubheim am Laufen zu halten, sei enorm: Die Wände sind alt, nicht richtig isoliert und feucht. Für Damenmannschaften fehlt eine klare Trennung im Umkleidebereich. Ebenso ist es bei den Schiedsrichtern. Die sanitären Anlagen im Kabinen- sowie Toiletten im Gästebereich sind dringend zu erneuern. "Der Gedanke, hier etwas zu unternehmen, ist schon seit langer Zeit vorhanden. Es waren jedoch zwischenzeitlich immer wieder Investitionen notwendig, die einfach getätigt werden mussten. Dadurch hat sich die große Sanierung viele Jahre nach hinten verschoben" sagt Fritschi. 2017 habe man schließlich im Vorstandsteam beschlossen, dass es jetzt angepackt werden müsse.

Dabei habe sich der Architekt im Vorfeld für eine Sanierung ausgesprochen. Es mache keinen Sinn, hier Mauern einzureißen, da etwa das Dach im Jahr 1999 erst neu gemacht wurde. Das Gebäude soll entkernt, statisch nichts verändert werden. Die Sanierung sei außerdem wichtig, da man gegenüber anderen Fußballvereinen auch in einem gewissen Zugzwang sei: "Wir haben im Städtedreieck eine Jugendkooperation mit der DJK Donaueschingen und dem FC Bräunlingen.

Dort gibt es Kunstrasenplätze und neue beziehunsgweise sanierte Vereinsheime. Das bringt unter den Vereinen ein Ungleichgewicht. Von A- bis D-Jugend gibt es eine Spielgemeinschaft. In dieser Kooperation wollen wir auf Augenhöhe mitwirken", unterstreicht Fritschi. Hinzu komme auch der Druck der Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder unter solchen Bedingungen ins Training gehen. Eine Veränderung dieses Zustands ist in Arbeit.

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