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Fußball-Bundesliga Plan A und B werden diskutiert

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Werden die TV-Gelder im Profibereich bald anders verteilt? Foto: Eibner

Die erste virtuelle Mitgliederversammlung in der Geschichte der Deutschen Fußball Liga hat existenziellen Charakter.

Wenn sich an diesem Dienstag die Bosse der 36 Profivereine der 1. und 2. Bundesliga mit DFL-Chef Christian Seifert wegen der Coronavirus-Pandemie in einer Videokonferenz zusammenschalten, geht es um nichts weniger als die Bewältigung der größten Krise im deutschen Fußball seit dem Zweiten Weltkrieg. Bei der Tagung werden die Vereine die vom DFL-Präsidium empfohlene Aussetzung des Spielbetriebs mindestens bis zum 30. April beschließen. Viel wichtiger als dieser formelle Akt – der ohnehin durch die Gesamtlage in Deutschland vorgegeben wird – sind aber andere Kernpunkte, die ausführlich diskutiert werden sollen.

Spielbetrieb

Schon jetzt ist klar: Sollte die Saison wie von allen Vereinen erhofft zu Ende gespielt werden können, wird dies nur ohne Zuschauer möglich sein. Plan A sieht vor, dass die neun ausstehenden Spieltage plus das Nachholspiel Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt ab dem frühestmöglichen Termin im Mai in englischen Wochen abgewickelt werden. Der DFB-Pokal (Halbfinale und Finale) könnte im Juni zu Ende gespielt werden. Plan B sieht eine Austragung der 82 Bundesligaspiele alle zwei Tage an nur vier Standorten (Norden, Osten, Süden, Westen) vor. Die Mannschaften würden vor Ort in Hotels kaserniert werden. Im Raum steht zudem eine Ausdehnung der Saison in den Sommer, die Uefa-Boss Aleksander Ceferin ins Spiel gebracht hat.

Finanzen

Bei einem kompletten Abbruch der Saison würde die Branche rund 750 Millionen Euro verlieren. Alle Vereine haben daher eine von der DFL geforderte Bestandsaufnahme gemacht. Anhand der aktuellen Kennzahlen ergibt sich ein Gesamtbild, wo die finanzielle Not am größten ist. Zu erörtern ist die zentrale Frage, ob und wie der Verteilerschlüssel für die TV-Gelder in der Krise verändert wird.

TV-Gelder

Bei dem einen oder anderen Verein könnten sich schon kurzfristig Liquiditätsengpässe ergeben, falls die nächste Tranche der Medienpartner ausbleibt. Dabei geht es immerhin um ein Gesamtvolumen von rund 330 Millionen Euro. Die DFL prüft daher Möglichkeiten einer Zwischenfinanzierung, um einen Crash zu vermeiden.

Lizenzierung

Davon berührt ist auch das Lizenzierungsverfahren. Die Vereine haben ihre Unterlagen schon vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie eingereicht. Die DFL wird auf dieser Grundlage prüfen und entscheiden. "Alles andere würde die DFL administrativ auch überfordern", sagte Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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