Die Fußball-Saison 2021/22 bot im Schwarzwald viel attraktiven und spannenden Sport. Hier eine Szene aus dem Bezirksliga-Topspiel zwischen dem FC Königsfeld (rotes Trikot) und dem SV Geisingen. Foto: Roland Sigwart

Am Samstag (14.30 Uhr) findet in Gütenbach die Jahressitzung des Fußball-Bezirks Schwarzwald statt. Dieses Mal in einer erneuerten Form.

Guido Seelig, der Vorsitzende des Fußball-Bezirks Schwarzwald, erklärt nicht nur die Veränderungen bei der Jahresversammlung, sondern zieht natürlich auch eine Bilanz der Saison und gibt preis, was ihn auch noch etwas verärgert hat.

Herr Seelig, das Programm des bisher bekannten Bezirkstages ist deutlich kürzer geworden. Was ist der Hintergrund?

Wir wollen den Bezirkstag einfach zeitlich kompakter gestalten. Die Ehrungen finden ja bereits schon länger an einem seperaten Abend statt. Nun werden auch die Staffeleinteilungen in einer Online-Besprechung mit den Vereinen am kommenden Dienstag extra stattfinden.

Was wird in Gütenbach dann alles inhaltlich im Mittelpunkt stehen?

Wir werden die Saison 2021/22 Revue passieren lassen und auch neue Themen wie den flexiblen Spielmodus und die Einführung einer neuen Futsal-Liga besprechen. Natürlich wird auch die Staffelzusammenlegung im B-Bereich noch einmal ausführlich besprochen.

Wie sieht denn Ihre Saisonbilanz aus?

Sehr zufriedenstellend. Wir hatten einen holprigen Beginn mit diversen Spielabbrüchen, doch dann lief der Spielbetrieb nahezu reibungslos. 17 coronabedingte Spielabsagen – dies liegt noch nicht im roten Bereich. Mich freut auch,dass der Pokalwettbewerb immer mehr an Wertschätzung erfährt.

Was hat Sie geärgert?

Wirklich nicht viel. Ich wünsche mir für die Zukunft aber, dass die Vereine bei gewünschten Spielverlegungen wieder mehr miteinander kooperieren. Da gab es schon Fälle, dass sich Vereine mal stur gestellt haben, als sich der Gegner einen neuen Termin wünschte. Negativ war auch, dass die Spielverzichte in den unteren Ligen zum Ende der vergangenen Saison deutlich zunahmen.

Kommen wir zurück zum flexiblen Spielmodus, das die C-Klassen bei den Herren und die Kreisliga A bei den Frauen betrifft. Es geht darum, Spiele auch für kleinere Teams zum Beispiel mit einem »Neun gegen Neun« auch möglich zu machen. Das Pilotprojekt im Schwarzwald lief bereits in der Rückrunde. Wie sehen die ersten Erfahrungen aus?

Wirklich sehr gut. Das lief reibungslos und bildet für uns eine ausgezeichnete Grundlage, diesen Weg weiter zu beschreiten.

In der Landesliga gab es vier Absteiger aus dem Schwarzwald. Für Sie auch eine herbe Überraschung?

Nicht ganz. Es ist klar, dass die Bodensee-Vereine finanziell insgesamt stärker als die Schwarzwald-Klubs in diesem Leistungsbereich aufgestellt sind. Aber vier Absteiger tun schon weh, doch ich bin zuversichtlich, dass wir zum Beispiel in der kommenden Landesliga-Saison gar keinen Absteiger aus dem Schwarzwald haben.

Die nächste Corona-Welle ist ganz offensichtlich im Anmarsch. Was könnte diese mit dem Spielbetrieb im Schwarzwald im kommenden Herbst machen?

Corona ist und bleibt ein sehr ernstes Thema. Dennoch wird für meinen Geschmack zum jetzigen Zeitpunkt schon wieder zu viel Panik von bestimmten Seiten aus betrieben. Corona wird uns klar weiter begleiten und es kann auch weiterhin deshalb coronabedingte Spielabsagen geben. Aber ich persönlich glaube nicht, dass wir noch einmal Saisonabbrüche oder ähnliches erleben.