Vincent Knab (links) muss mit dem SV Weil II liefern. Foto: Lars Engel

Tiefgreifend Aufschluss geben könnte die Begegnung am Sonntag (15.30 Uhr) im Nonnenholz, wenn der SV Weil II den SV Herten empfängt. Beide Teams trennt lediglich ein Punkt.

Immer schmaler wird der Vorsprung der Weiler Reserve auf die gefährliche Abstiegszone. Vier Punkte haben die Grenzstädter derzeit zwar noch mehr auf dem Konto als der SV Waldhaus, der auf dem ersten vermeintlichen Abstiegsplatz liegt, doch die Tendenz spricht nicht gerade für Weil II.

 

Die erschreckende Bilanz: Nur ein Sieg aus den vergangenen elf Ligaspielen. Auch der Start ins neue Jahr glückte nicht. In Schliengen verlor das Team von Sascha Samardzic und Marco Kern 1:3. „Sorge habe ich jetzt aber noch keine. Wir haben gegen die Schliengener ein gutes Spiel gemacht. Das war eines der wenigen guten Auswärtsauftritte von uns. Leider haben wir letztlich keine Punkte mitgenommen“, berichtet Kern.

Richtungsweisend ist nun das Heimspiel gegen Herten. Das Rueb-Team ist nur einen Punkt hinter den Blau-Weißen. „Es wird enger, aber auch mit einem Sieg am Wochenende wären wir nicht raus der Sache. Dazu stehen noch zu viele Spiele an.“ Im Training lag der Fokus nun vordergründig auf dem Abschluss. „Daran müssen wir wirklich arbeiten. Wir vergeben zu viele Chancen. Zudem kommt noch Pech mit Pfosten und Latte“, sagt Kern.

Immerhin sieht es personell für das Duell mit den Hertenern wohl ganz gut aus. Die Weiler können bis auf die Langzeitverletzten auf einen Großteil des Kaders zurückgreifen.

„Wir wollen in Weil unbedingt drei Punkte holen. Wir haben gegen Schönau ein gutes Spiel gemacht. Es kommen jetzt auch immer mehr Jungs zurück. Wir hatten 20 Mann im Training. Die Vorzeichen sehen also ganz positiv aus“, erklärt Hertens Trainer Sascha Rueb.

Im Duell mit den Schönauern wäre für den SVH durchaus noch mehr möglich gewesen als das 1:1. Bis zur 84. Minute hatten die Jungs von der Steinenstraße durch den Treffer von Tunahan Kocer schließlich mit 1:0 geführt. „Den Punkt haben wir am Ende mitnehmen müssen. Wir wollen an die Leistung anknüpfen. Wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels“, sagt Rueb.

Dass sich im Hertener Training 20 Spieler befinden, kam in der Vergangenheit nicht allzu oft vor. Immer wieder plagen Herten zahlreiche Verletzungen.

Stehen Rueb im weiteren Verlauf der Saison die meisten Spieler zur Verfügung, sollte es nach Lage der Dinge am Ende auch mit einem Platz im Tabellenmittelfeld reichen. Positiv stimmt den ehemaligen Rheinfelder auch die Tatsache, dass mit Massimo De Franco in Weil wieder ein Unterschiedsspieler in den Kader zurückkehrt. „Das freut uns natürlich sehr.“ Äußerst erfreulich ist auch, dass Kocer offensichtlich so weitermacht wie zum Ende des vergangenen Jahres, als er nach seinem Comeback fünf Treffer zwischen Anfang Oktober und Ende November markierte.