Fabio Viteritti ist der Kopf der Stettener Mannschaft. Foto: Daniel Kavur

Es ist alles angerichtet: Mit einem Heimsieg am Samstag (16 Uhr) gegen Schönau kann sich der TuS Lörrach-Stetten zum Bezirksliga-Meister krönen.

Jahrelang hat der TuS Lörrach-Stetten auf genau diese Erlebnisse hingearbeitet. Am Donnerstag erst das Bezirkspokalfinale und am Samstag kann die Mannschaft von Andreas Schatz dann auch tatsächlich den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Und das ohne eine einzige Niederlage.

 

Für den TuS ist es gerade einmal das dritte Jahr in der Bezirksliga seit der Rückkehr. Ein siebter und ein sechster Platz sprangen heraus. Zuvor hatte Stetten acht nahezu endlos lange Jahre in der Kreisliga A gekickt. Corona machte Lörrach-Stetten seinerzeit einen Strich durch die Rechnung, sonst wäre der Schritt in die Bezirksliga wohl schon früher gelungen. Das ist jetzt aber alles egal. Was Sascha Müller in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, vollenden nun Schatz sowie Fabio und Franco Viteritti.

Selbst eine Niederlage könnte reichen

Dass die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in dieser Spielzeit hochverdient ist, darüber sind sich alle am Hochrhein einig. „Sie haben einen sehr, sehr guten und breiten Kader. Sie dominieren fast jedes Spiel und steigen damit völlig zurecht auf“, zollt auch Zells Kapitän Jonas Krumm seinen Respekt. Selbst bei einer Niederlage am Samstag im Duell mit dem FC Schönau könnte der Titel am Wochenende klargemacht werden. Das hängt davon ab, wie der FC Zell am Sonntag in Waldhaus abschneidet.

Dass Stetten nach dem Pokalfinale am Donnerstag keine 48 Stunden später schon wieder im Einsatz ist, sieht Schatz übrigens ganz gelassen. „Ich blicke dem positiv entgegen.“ Rechtzeitig für die Feierlichkeiten wieder fit geworden ist allem Anschein nach tatsächlich auch Amin El-Ghazi. Dabei war Schatz, was seine Gesundheit angeht, lange eher skeptisch. „Amin und ich hatten unterschiedliche Meinungen, was seinen Fitnesszustand angeht, aber er hat mich überzeugt“, grinst der Übungsleiter.

El-Ghazi traf vor Wochenfrist kurz nach seiner Einwechslung sehenswert per Freistoß zum 2:0-Endstand beim FC Schlüchttal. Der 25-Jährige dürfte auch in der Landesliga eine wichtige Rolle beim TuS einnehmen.

Kampflos ergeben wird sich der FC Schönau am Samstag nun sicherlich aber auch nicht. „Wir gratulieren gerne, wenn es soweit ist. Aber wir wollen es Stetten so schwer wie möglich machen“, betont Trainer Manfred Knobel. „Wir sind eins von bisher gerade einmal drei Teams, die gegen Stetten gepunktet haben.

Auch für Knobel wäre der TuS ein verdienter Meister

1:1 endete das Hinspiel Anfang November im Jogi-Löw-Stadion. Knobel hat für Stetten nur lobende Worte übrig: „Da wir immer kurze Zeit später gegen den Gegner von Stetten gespielt haben, habe ich sie sicher sechs bis achtmal in dieser Saison gesehen. Das ist zum Teil richtig guter Fußball, den sie spielen. Die Stettener können jederzeit enorm zulegen und die Meisterschaftsspiele entscheiden.“