Schwerwiegender als die Niederlage der SG Hardt/Lauterbach sind die Verletzungen des Spielertrainers und Maxi Moosmann.
Dass noch etliche Spieler urlaubsbedingt fehlten, auf diese Situation war man eingestellt. „Daran lag es nicht. Die, die gespielt haben, haben sich gut eingefügt und auch vom Einsatz überzeugt“, betont der Spielertrainer.
Obwohl der FC Hardt wie auch die Kickers Lauterbach in der Vorsaison zu den offensivstärksten Mannschaften zählten, „klemmte“ es noch in diesem Mannschaftsteil. „In der ersten Halbzeit hatten wir großen Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden“, so Marco Lenz, fehlte bei der Spielgemeinschaft noch die Effizienz. Aber schon im Vorfeld deutete der SG-Spielertrainer an, dass es durchaus ein paar Wochen dauern könne, bis sich die neue Mannschaft finde und die Abläufe harmonieren.
Längere Ausfälle zu befürchten
Bitterer wirken Verletzungen aus der Partie für die SG Hardt/Lauterbach nach. So musste Marco Lenz selbst schon nach wenigen Minuten in der zweiten Halbzeit vom Feld. „Muskuläre Probleme im Oberschenkel. Ich werde wohl länger ausfallen“, befürchtet Lenz.
Für ihn kam der junge Elias Schmid. Ebenso droht auch Maximilian Moosmann eine Zwangspause von einigen Wochen, der in der 83. Minute raus musste, den Niklas Käfer ersetzte. Moosmann hat es am Knie erwischt.
Für Top-Torschütze Thomas Schondelmaier war die Partie in der 83. Minute vorzeitig beendet, da er sich nach nach einem Wortgefecht mit Christopher Kleiner, Torhüter des TSV Straßberg, seine zweite Gelbe Karte einfing. Für Marco Lenz durchaus nachvollziehbar, weniger die erste „Gelbe“ für Schondelmaier für ein aus seiner Sicht harmloses Foul in der 48. Minute. „Da Thomas nun im Urlaub sein wird, müssen wir gegen den SV Kolbingen sowieso ohne ihn planen“, so Lenz.
Wieder mehr Alternativen
Da am kommenden Spieltag einige andere Spieler zurück sind, hat der SG-Coach dennoch genügend Alternativen.
„Neuland“ war für Marc Kleiner und den TSV Straßberg der Auftritt in Lauterbach. Und doch war der TSV-Trainer begeistert: „Das war eine Stimmung wie bei einem Derby.“ Dazu trug bei, dass beide Mannschaften mit Leidenschaft im Spiel waren.
Dass es für den TSV Straßberg sechs Gelbe plus eine Gelb-Rote Karte gab, für Kleiner kein Indiz für eine harte Begegnung. Andreas Hotz fing sich seine „Ampelkarte“ in der Schlussphase wegen Reklamierens ein. Den durchaus glücklichen Sieg führte der TSV-Coach auf die körperliche Fitness seiner Mannschaft zurück, die in der zweiten Halbzeit zur Geltung kam.
„Dafür haben wir in der Vorbereitung hart gearbeitet.“ Für das späte 1:0 wechselte Marc Kleiner in der 64. Minute den Siegtorschützen ein. Lennart Kelm erwies sich praktisch bei der letzten Aktion der Partie, einem Eckball, als Kunstschütze, der den Ball direkt in die Maschen des Kastens der Gastgeber zirkelte.
Dass der Saisonstart angesichts des Topfavoriten als Auftaktgegner ein ganz schwerer wird, dem waren sich Kajetan Kohlmann und Albijan Spahija, Trainer der SG Schramberg/Sulgen absolut bewusst. Dennoch fiel die Niederlage mit 1:8 unerwartet hoch aus.
SG Schramberg/Sulgen fehlen 10 Stammspieler
Doch Kohlmann erklärt: „Von uns sind derzeit zehn Stammspieler im Urlaub. Wir wollten das Spiel sogar verlegen, doch da hat Deißlingen aber dagegen gestimmt.“ Somit nahm das „ungleiche Duell“ seinen Lauf. Bereits nach einer guten halben Stunde lagen die Gastgeber mit 4:0 in Front, bahnte sich das Debakel an.
Daran änderte auch nichts, dass Justin Profft per Elfmeter zum 4:1 zur Pause verkürzte. „Klar ist das auch nicht unser Maßstab“, hofft Kajetan Kohlmann, dass sich die personellen Alternativen schnell verbessern. Zumindest kann man es aus einem ironischen Blickwinkel sehen, dass die SG Schramberg/Sulgen das „Schlimmste“ bereits hinter sich hat.
Die SG Deißlingen/Lauffen unterstrich mit dem Kantersieg deutlich ihre Ambitionen um die Meisterschaft, sollte der klare Heimerfolg Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben geben.