Die Bezirksliga Schwarzwald/Zollern ist in der wohlverdienten Winterpause – Zeit für eine Bilanz der Zollern-Teams aus Frommern, Grosselfingen, Hechingen und Laufen/Eyach.
Die Winterpause bietet den passenden Rahmen für eine erste Standortbestimmung in der neuen Fußball-Bezirksliga Schwarzwald/Zollern. Nachdem wir im ersten Teil unseres Rückblicks die obere Tabellenhälfte beleuchtet haben, richtet sich der Fokus nun auf die untere Hälfte der Liga und damit auf den Kampf um den Klassenerhalt.
Dieser gestaltet sich in der laufenden Saison besonders anspruchsvoll. Nach aktuellem Stand müssen mindestens fünf Mannschaften den direkten Abstieg fürchten, wodurch jeder Spieltag zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
Abgeschlagen am Tabellenende befindet sich der FV Rot-Weiß Ebingen in einer schwierigen Ausgangslage: Noch sieglos und mit lediglich einem Punkt auf dem Konto ist der Rückstand bereits deutlich. Die Winterpause bietet jedoch allen Teams die Möglichkeit zur Neuordnung und damit auch neue Perspektiven. Wie schlagen sich unter diesen Voraussetzungen die weiteren Mannschaften aus dem Zollernkreis?
TSV Frommern (9. /23)
Spielertrainer Lukas Foelsch zeigt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf nur bedingt zufrieden. Zwar sei die Punkteausbeute in Ordnung, doch angesichts der vorhandenen spielerischen Qualität habe man sich mehr erhofft. „Die Qualität ist da, entscheidend ist, sie Woche für Woche auf den Platz zu bringen“, sagt Foelsch. Hauptgrund für die Schwankungen sieht Foelsch in der Unerfahrenheit der jungen Mannschaft, der in der einen oder anderen engen Spielsituation noch die nötige Abgeklärtheit fehle.
Positiv bewertet der Coach den Saisonstart, bemängelt jedoch die mangelnde Chancenverwertung. In vielen Spielen habe sein Team genügend Möglichkeiten erspielt, der Ertrag sei jedoch zu gering gewesen.
Auch defensiv sieht der Coach noch Luft nach oben. Für die Rückrunde lautet das Ziel, frühzeitig Punkte zu sammeln und nichts mit dem Tabellenkeller zu tun zu bekommen. „Es liegt an uns, wie ruhig oder spannend die restliche Saison wird“, betont der Coach. Die Vorbereitung ist am 19. Januar gestartet. Geplant sind drei Trainingseinheiten pro Woche, ein Trainingslager in der Nähe von Freiburg sowie mehrere Testspiele. Personell gibt es bei den Gelb-Schwarzen bislang eine Veränderung: Nico Zirn wechselt vom Ligarivalen Dotternhausen nach Frommern.
FC Grosselfingen (10. /23)
Nach einem holprigen Saisonstart ist Grosselfingen wieder auf Kurs. Trainer Fabio Pflumm zieht ein gemischtes Fazit: „In den ersten Spielen waren wir dünn besetzt, danach haben wir uns gefangen und sind nun bei der Musik dabei.“ Ziel für die Rückrunde ist klar: den Klassenerhalt sichern. Pflumm fordert besonders in der Chancenverwertung und bei Standards mehr Effektivität. „Unser Offensivspiel war ansehnlich, darauf wollen wir aufbauen und noch zielstrebiger werden.“ Auch defensiv habe sich die Mannschaft stabilisiert, hier soll die Konstanz weiter ausgebaut werden.
Die Vorbereitung läuft bereits mit intensiven Einheiten. Personell gibt es ein wenig Bewegung: Benjamin Koch verlässt das Team nach Rangendingen, Yannic Ott kommt vom A-Ligisten Hart/Owingen. Zudem will Pflumm vielversprechende A-Jugend-Spieler hochziehen. Optimistisch blickt der Coach auf die Rückrunde: „Die Jungs wissen, worum es geht, wir haben die Qualität, um die Liga zu halten und werden alles dafür tun.“
FC Hechingen (11. /23)
Co-Trainer Jovan Djermanovic zieht nach der Hinrunde eine gemischte Bilanz: „Highlights waren die Siege gegen die Top-Teams wie Deißlingen (2:1) oder Gruol/Erlaheim (3:2), gegen unsere direkten Konkurrenten haben wir jedoch zu wenig Punkte geholt.“ Problemzone bleibt die Defensive (32:45 Tore), die zu viele Gegentore zuließ.
Für die Rückrunde hat der FC Hechingen bereits defensive Neuzugänge verpflichtet: Jeronim Bilaver und Fabrice Golz (Frommern), Gino Rizzo (Bisingen) sowie Alafari Baki, einen ehemaligen Erstligaspieler aus dem Kongo.
Oberstes Ziel bei den Zollerstädtern bleibt der Klassenerhalt: „Es wird bis zum letzten Spieltag spannend, ein einstelliger Tabellenplatz würde Sicherheit geben.“ Die Vorbereitung startet am 27. Januar, zuvor erhalten die Spieler individuelle Laufpläne. Djermanovic blickt optimistisch auf die Rückrunde: „Wir freuen uns extrem auf die Rückrunde und im Hintergrund arbeiten intensiv an der Kaderplanung weiter.“
TSV Laufen/Eyach (13. / 21)
Mit 21 Punkten aus 17 Spielen zieht Axel Conzelmann, Trainer des TSV Laufen/Eyach, eine positive Zwischenbilanz. „Für uns als Aufsteiger ist das absolut in Ordnung“, so der Coach. Nach einem starken Start folgte zwar eine Phase mit fünf Niederlagen in Serie, doch die Mannschaft habe sich anschließend wieder stabilisiert.
Ärgerlich seien lediglich die Niederlagen gegen direkte Konkurrenten Bösingen II/Beffendorf (2:4) und Kolbingen (1:3) gewesen. Die große Stärke der Mannschaft liegt in der Defensive: Mit nur 29 Gegentoren zählt Laufen/Eyach zu den stabilsten Teams der Liga. Verbesserungsbedarf sieht Conzelmann bei Standards sowie im Umschaltspiel, um offensiv gefährlicher zu werden. Personell bleibt es ruhig: Zugänge gibt es keine, allerdings verlässt Mittelfeldspieler Kai Beuter den Verein aus beruflichen Gründen ins Ausland. Ziel für die Rückrunde ist Platz zehn und damit der sichere Klassenerhalt.
Unabhängig von der Ligazugehörigkeit am Saisonende steht fest, dass Axel Conzelmann und sein spielender Trainerkollege Nico Heckendorf auch in der kommenden Spielzeit in Laufen/Eyach an der Seitenlinie stehen werden.