Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Fussball Aufwand tritt in den Hintergrund

Von
Erfahrung in der B-Junioren-Bundesliga sammelt der Bildechinger Eduard Heckmann (blaues Trikot). Foto: Kickers Foto: Schwarzwälder Bote

Zwei Mal pro Saison gegen Bayern München spielen, gegen Eintracht Frankfurt, den VfB Stuttgart oder Hoffenheim – das ist der Traum vieler Jugendfußballer. Eduard Heckmann aus Bildechingen lebt derzeit diesen Traum. Denn der 16-jährige Mittelfeldspieler spielt mit den Stuttgarter Kickers in der U17-Bundesliga und misst sich mit den Besten seiner Altersklasse.

Die U17 der Stuttgarter Kickers trainiert derzeit mindestens vier Mal pro Woche, von Bildechingen nach Degerloch sind es 60 Kilometer mit komplizierten Verkehrs-Verhältnissen. Ist der Aufwand nicht arg groß? Heckmann widerspricht: "Ich sehe das nicht als Aufwand. Wenn man einmal in der Jugend-Bundesliga gespielt hat, will man sich auch auf diesem Niveau beweisen."

"Auf Niveau beweisen"

Mit ihrer Profi-Mannschaft sind die Kickers gerade dabei, ihren Abwärtstrend zu stoppen und wieder den Weg nach oben einzuschlagen. Mit ihren Jugendmannschaften spielen die "Blauen" aber schon seit Jahren auf höchstem Niveau, sowohl die U19 als auch die U17 sind in der Bundesliga. Der Verein knüpft damit an die Tradition ihrer Jugendmannschaft an: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die 1990 in Italien Weltmeister wurde, ist maßgeblich von zwei Spielern geprägt worden, die in der Kickers-Jugend gespielt haben: Jürgen Klinsmann und Guido Buchwald.

Sind diese Spieler Vorbilder für Eduard Heckmann? "Natürlich, man lebt die Tradition bei den Kickers und hört diese Namen immer wieder." Aber zum Träumen bleibt bei den heutigen Anforderungen keine Zeit. In den ersten sieben Spielen haben die Kickers fünf Punkte geholt, einen Heimsieg gegen Ingolstadt und ein Unentschieden gegen Heidenheim, beides Nachwuchsteams von Zweitligisten. Einen weiteren Punkt gab es am vergangenen Wochenende bei der SpVgg Unterhaching. Beim FC Bayern München, der insgesamt 70 Millionen in sein Nachwuchs-Leistungszentrum investiert hat, verloren die Kickers nur knapp mit 0:1. Am morgigen Samstag, den 29. September, steht wieder ein Heimspiel gegen den Nachwuchs eines Bundesligateams auf dem Programm, wenn um 13 Uhr die U17 des 1. FC Nürnberg nach Degerloch kommt.

Champions-League Favorit gegen Fünftligist, Bundesliga gegen Oberliga – ein ewiger Kampf David gegen Goliath? Mustafa Ünal, Trainer der U17 der Stuttgarter Kickers, hat einen anderen wichtigen Focus. "Natürlich gibt es unterschiedliche Rahmenbedingungen, aber wir bilden hier Spieler aus – und da ist diese Art von Wettkampf Woche für Woche eine gute Maßnahme. Der Kampf um den Klassenverbleib steht für uns immer im Mittelpunkt – aber genau so wichtig ist es, einzelne Spieler auszubilden, die den Sprung nach oben schaffen." Wie zuletzt Mario Suver oder Florian Kleinhansl, die ihr weiterer Weg in die U21 bzw. U19 zum VfB Stuttgart geführt hat. Trainer Ünal: "Auch wegen der Perspektiven für unsere Jugendspieler wäre es wichtig, dass unsere erste Mannschaft so schnell als möglich wieder in die Vierte Liga kommt."

Für Eduard Heckmann aber hat die Bundesliga noch einen ganz anderen Aspekt: "Ich habe in den Ligaspielen über die Saison hinweg sicherlich mehr zu tun, als mancher Mittelfeldspieler von Hoffenheim oder Bayern München."

Sein weiterer Weg? Wer in der höchsten Jugendliga Deutschlands spielt, will natürlich mehr – der Ehrgeiz gehört zur Grundausstattung. Aber er sieht auch die Realität: "Man braucht auch ein bisschen Glück, um ganz nach oben zu kommen."

Artikel bewerten
0
loading
 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading