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Fußball Annika Depfenhart: Durchsetzen, wenn’s stressig wird

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Annika Depfenhart (im Bildhintergrund) ist seit sechs Jahren Schiedsrichterin. Foto: Schwarzwälder Bote

Spontan Linienrichterin beim Verbandsligaspiel in Holzhausen? Etwas das man nicht alle Tage hört, aber für Annika Depfenhart war das am Samstag kein Problem. Sie sprang ein und machte ihren Job beim Stand von 1:1 routiniert.

Es war die 67. Minute im Spiel des FC Holzhausen gegen den Favoriten aus Essingen. Fabio Pfeifhofer hatte gerade nach einem Eckball zum 1:1 ausgeglichen, aber für den Schiedsrichter Jonathan Woldai ging es aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nicht mehr weiter.

Assistent Marvin Schwoon übernahm die Leitung, und aus dem Lautsprecher klang die Durchsage, ob denn jemand anwesend sei, der einen Schiedsrichterschein habe und als Linienrichter einspringen könne. Annika Depfenhart meldete sich auf den Aufruf. "Ich hatte morgens erst gepfiffen, da assistiere natürlich gern in so einer Notlage", sagt die 20-Jährige.

Routiniert erledigte sie den Job am Samstag, wo es am Ende 2:1 für das Holzhausener-Team stand. Insgesamt auch kein Wunder, denn Annika Depfenhart, die für die Schiedsrichtergruppe Rottweil tätig ist, hat bereits bei Oberliga-Spielen der Herren, die Assistenz übernommen. Derzeit pfeift sie auch die Bezirksliga der Herren und ist bei Regionalligaspielen der Frauen im Einsatz.

Los ging es mit dem eher ungewöhnlichen Werdegang als Schiedsrichterin für sie bereits mit 14 Jahren. "Damals hatte ich noch bei den Jungs gekickt. Ich hatte mich verletzt und musste sechs Wochen Pause machen. In der Zeit habe ich am Neulingskurs teilgenommen", erzählt die 20-Jährige. Den Hinweis dafür hatte sie von ihrer Mutter bekommen, die bei ihrem Heimatverein, dem SV Rötenberg, die Jugendleitung hatte.

Im sechswöchigen Kurs wurden im Theorieunterricht die Regeln intensiv gebüffelt, und am Ende folgte eine Prüfung. "Das hat mir dann so gefallen, dass ich dabeigeblieben bin." Besonders herausfordernd findet sie, dass als Schiedsrichterichterin Stresssituationen gemeistert werden müssen und dass das Selbstbewusstsein gefestigt wird, wenn man sich bei Entscheidungen durchsetzen muss.

Für ihr Hobby hat sie nun auch eine weitere Leidenschaft aufgegeben, nämlich selber Fußball zu spielen. Zuletzt war sie beim SV Glatten aktiv. In der B-Mädchenzeit hat sie dort sogar Oberliga gespielt. "Da ich ein Studium bei der Polizei angefangen habe, musste ich mich entscheiden", sagt Annika Depfenhart. Und diese Entscheidung fiel auf den Einsatz als Schiedsrichterin und den Musikverein, wo sie das Waldhorn spielt.

Am Wochenende ist die 20-Jährige derzeit bei rund zwei Spielen im Einsatz. Insgesamt sind es im Jahr etwa 50 Spiele. "Zudem muss man vier Schulungen besuchen, um die Regeln aufzufrischen." Die Bezirksliga pfeift sie derzeit unter Beobachtung. Das heißt: vier Spiele in Hin- und Rückrunde werden bewertet. "Wenn ich dann unter den besten bin, steige ich in die Landesliga auf", erzählt die 20-Jährige von ihrem nächsten Ziel. Ein Höhepunkt in Annika Depfenharts Schiedsrichter-Karriere war bisher das U19-Turnier in Oberndorf, wo sie schon dreimal dabei sein durfte und sogar im Finale assistierte. "Bei so vielen internationalen Spielern war das bisher immer spannend."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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