Mit dem Zusammenschluss der Abteilungen Kommingen und Nordhalden und einem Schlauchwagen für den Katastrophenschutz stellt der Gemeinderat die Wehr zukunftssicher auf.
Mit gleich fünf Tagesordnungspunkten nahm das Thema Feuerwehr einen gebührenden Stellenwert in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung ein. Neben der Abberufung und der Zustimmung zur Zusammenlegung der beiden Abteilungen Nordhalden und Kommingen sowie einer Satzungsänderung standen auch die Wahl der Abteilungsführung der Freiwilligen Feuerwehr Blumberg und die Auftragsvergabe für die Beschaffung eines Schlauchwagens für den Katastrophenschutz der Abteilung Achdorf auf der Agenda.
Die Amtseinführung der bereits gewählten Abteilungsführung in Blumberg war reine Formsache. Abteilungskommandant Michael Vetter sowie sein Stellvertreter Jörg Hartmann wurden vom Rat einstimmig bestätigt. Sie wurden für die Dauer von fünf Jahren in ihr Führungsamt gewählt.
Für die Beschaffung eines Schlauchwagens für den Katastrophenschutz, der für die Förderung von Löschwasser über eine lange Wegstrecke ausgelegt ist, wurden 270.000 Euro im Feuerwehrbedarfsplan 2026 zur Verfügung gestellt.
Für die Fertigstellung und den Erwerb eines gut erhaltenen gebrauchten Fahrzeugs wurden 213.440 Euro ausgegeben. Dieses spezielle Fahrzeug ist mit einer großen Menge Schläuchen ausgestattet und wird spezifisch bei Waldbränden, Brandlagen ohne ausreichende Hydrantenversorgung oder großflächigen Schadensereignissen im Katastrophenschutz eingesetzt.
Feierlich wurde es bei der Abberufung der Abteilungsführungen der Freiwilligen Feuerwehren Kommingen und Nordhalden sowie bei der folgenden Satzungsänderung und der anschließenden Einführung der neu formierten Abteilungen.
Geschichte geschrieben
Für Bürgermeister Markus Keller wurde hier Geschichte geschrieben. „Wie man aus zwei funktionierenden Gruppen eine Abteilung schafft, ist nicht selbstverständlich“, begrüßte er diese Fusion. „Dank innovativen Denkens beider Ortsteile wurden die Weichen für die Zukunft neu gestellt und das kann auch für andere Gemeinden ein Beispiel für die Zukunft sein“, hob er hervor.
Ein Musterprojekt
Nordhaldens Ortsvorsteher Dirk Steuer bezeichnete diese Feuerwehr-Ehe als herausragendes Zweckkonzept. Vor allem, dass sich dieser Zusammenschluss im offenen Austausch aus den jeweils eigenen Reihen herauskristallisiert habe, sei eine zusammenschweißende Grundlage. „Diese Kooperation ist ein echtes Musterprojekt“, lobte er diese Entwicklung. Mit dem Hinweis, dass in den kommenden fünf bis zehn Jahren auch die baulichen Maßnahmen in Nordhalden angepasst werden müssen, sieht er diese neu formierte Wehr für die Zukunft gut aufgestellt.
Auch für den Komminger Ortsvorsteher Matthias Sauter ist dieser Bund ein echter Fortschritt. „Wir sind froh, dass es so gekommen ist. In der gemischten Gruppe ist nicht nur in den Proben eine hohe Motivation zu erkennen“, sagte er.
Als dann aufgrund dieser neuen Konstellation die Satzung geändert werden musste, entstand ein kurzes Vakuum und die neu formierte Ortswehr war für zwei Minuten ohne Führung. Die Wahl der neuen Abteilungsführung mit dem Kommandanten Jürgen Scheu und seinen beiden Stellvertretern Johannes Lohberger und Jörg Wiesendorfer wird als bisher einmaliger Akt allen in Erinnerung bleiben.
Freiwillige Feuerwehr Blumberg
Acht Abteilungen
Die Freiwillige Feuerwehr Blumberg setzt sich nun aus acht Einsatzabteilungen zusammen. Die Gemarkung der Gemeinde Blumberg ist in fünf Ausrückebereiche aufgeteilt. Je nach Einzelanlass und Tageszeit werden die ausrückenden Einheiten alarmiert. Insbesondere bei Einsatzkategorien, bei denen mit einem größeren Kräftebedarf gerechnet werden muss, werden mehrere oder sogar alle Einsatzabteilungen eines Ausrückebereichs alarmiert.