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Furtwanger Tourist-Info zu Gespräche mit Uhrenmuseum laufen

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Diese Zeiten sind vorbei. Unser Archivbild vom vergangenen Jahr zeigt die Tourist-Info in der Lindenstraße. Mittlerweile ist dort das Geschäft "Bollengut" beheimatet. Foto: Archiv

Furtwangen - Die Tourist-Information in der Lindenstraße ist endgültig geschlossen. Diskutiert wird nun eine Ansiedlung der Tourist-Info im Uhrenmuseum. Lesen Sie mehr dazu in unserem (SB+) Artikel.

Die zurückgegangene Kundenfrequenz hätte eine Beibehaltung der Tourist-Info mit diesen umfangreichen Öffnungszeiten nicht mehr hergegeben, begründet Bürgermeister Josef Herdner die Schließung der Einrichtung in der Lindenstraße 1 Ende 2019. Seither übernehme das Rathaus und dort der Bereich Stadtmarketing aufkommende Anfragen seitens Übernachtungsanbietern oder Gästen.

Nach langfristiger Lösung wird geschaut

Doch das soll kein Dauerzustand sein. Herdner verweist auf einen Gemeinderatsbeschluss im Zusammenhang mit der Kooperation von Ferienland und Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG). Der Gemeinderat habe Wert darauf gelegt, dass Furtwangen gleichwertig wie die anderen Ferienlandgemeinden auch eine Tourist-Information haben sollte. Als Ersatz für die Anlaufstelle in der Lindenstraße sei auch vom Gemeinderat das Uhrenmuseum als sinnvoll erachtet worden. Derzeit liefen Gespräche mit dem Museum. "Ich hoffe, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen", so Herdner, aber das sei alles "noch sehr offen". Auch deshalb, weil das Uhrenmuseum im Jahr 2022 plane, Räumlichkeiten zu sanieren und damit auch eine Schließung einhergehe.

Wie von Eva Renz, der Öffentlichkeitsreferentin des Museums, zu erfahren ist, seien "die Dinge noch im Fluss". Nach vorläufiger Planung sei die Sanierung Ende 2022 vorgesehen. Dabei werde voraussichtlich auch eine Schließung von wenigen Wochen oder Monaten nötig werden.

Der besondere Reiz des Uhrenmuseums als Örtlichkeit für die Tourist-Info liegt laut Herdner darin, dass das Museum ohnehin zu den Hauptattraktionen gehöre, die viele Gäste besuchten. Ein weiterer Vorteil seien die umfangreichen Öffnungszeiten des Museums.

Eventuell Testlauf im nächsten Jahr

Bei den anstehenden Gesprächen mit den Museumsverantwortlichen müsse auch geschaut werden, ob und wie die Aufgaben einer Tourist-Info vom Museumspersonal zu leisten seien. Natürlich gebe es für eine Übernahme dieser Aufgaben auch einen finanziellen Ausgleich.

Wenn sich die Möglichkeit mit dem Museum konkretisiere, könne im nächsten Jahr ein Testlauf unternommen werden. Also geschaut werden, wie sich eine Tourist-Info im Museum im Alltag bewährt. Wenn dann letztlich klar werde, ob diese Lösung dauerhaft umgesetzt wird, müsste für die Zeit während der Schließung im Rahmen der Sanierung des Museums eine Interimslösung gefunden werde. Herdner geht davon aus, dass für diese Periode die Aufgaben der Tourist-Info erneut von der Stadtverwaltung übernommen werden.

Gäste fragen jetzt anderswo nach

Dass Gäste die bisherige Anlaufstelle in der Lindenstraße ein Stück weit vermissen, weiß Herdner aus Rückmeldungen vom Bürgerbüro, Rathausmitarbeitern, Geschäften, aber auch vom Uhrenmuseum, wo Besucher der Stadt sich erkundigen, beispielsweise nach Einkehrmöglichkeiten. Oder er selbst habe beim Besuch einer Metzgerei schon einem Gast weitergeholfen, der Wandermöglichkeiten wissen wollte.

Wenn sich der Wunsch nach einer Tourist-Info im Uhrenmuseum doch nicht realisieren lässt, nennt Herdner Alternativen. Plan B wäre demnach die Schaffung einer offiziellen Tourist-Info im Rathaus oder deren Ansiedlung in einem Geschäft. Als Beispiel erwähnt er Loßburg, wo die Tourist-Info mit einem Reisebüro gekoppelt sei.

Herdner hofft, dass es bei der Frage um den Standort einer Tourist-Info bis zum Jahresende zumindest "eine Richtung" gibt. Das sei auch sinnvoll, weil zum Jahreswechsel die Kooperation von Ferienland und HTG starte.

Synergieeffekte können genutzt werden

Das Deutsche Uhrenmuseum sei offen für eine Testphase, in der mit einer Tourist-Info im Museum Erfahrungen gesammelt werden könnten, freut sich Bürgermeister Josef Herdner. Schließlich könnten so Synergieeffekte genutzt und eventuell weitere Besucher fürs Museum gewonnen werden.

Doch es gelte, bei der Entscheidung des künftigen Standorts der Tourist-Info in Furtwangen auch noch einen weiteren Aspekt zu bedenken. So führten die aktuellen Pandemie-Regelungen zu einer Schließung des Museums im November. Offen sei, wie sich die Pandemie und damit eventuell verbundene weitere Lockdowns auf den Museumsbetrieb auswirkten – und damit zusammenhängend auf den möglichen Betrieb einer Tourist-Information dort.

Kontinuität in der Öffnung einer Tourist-Info sei ein Thema, mit dem man sich noch beschäftigen und nach Lösungen suchen werde, so der Bürgermeister.

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