Sie begeistern mit ihrer "Antidepressionsmusik" das Furtwanger Publikum in der Kulturfabrik: Marc Leymann (die böse Mary), Pasquale Aleardi (Paco) und Jörg Hamers (Spike) von links nach rechts). Foto: Hajek

Der Schauspieler Aleardi, auch bekannt aus Filmen als Kommissar Dupin, bewies in der Furtwanger Kulturfabrik viel komödiantisches und musikalisches Können. Dies wurde vom Publikum mit stehendem Applaus gewürdigt.

Furtwangen - "Pasquale Aleardi und die Phonauten" begeisterten in der Furtwanger Kulturfabrik mit "Antidepressionsmusik". Es wurde ein Abend, der tatsächlich alle schlechten Gedanken vertrieb und für rundum gute Laune sorgte. Schon bei der ersten Nummer war der Kontakt zum Publikum hergestellt. Die drei Künstler, Pasquale Aleardi "Paco", Jörg Hamas "Spike" und Mark Leymann "Die böse Mary" luden ein, den Abend "mit drei analogen Irren" zu verbringen, die Besucher verabschiedeten sich gern für diesen Abend vom "digitalen Wahn".

Humor und geschliffene sowie ironischer Sprache

Unter die Lupe genommen wurde unter anderem sehr anschaulich der Schönheitswahn. Pasquale Aleardi, ein Schweizer mit Eltern aus Griechenland und Italien, nahm die Zuhörer mit auf Reisen und breitete mit viel Humor, geschliffener und ironischer Sprache, seine ersten Liebesgeschichten aus. Aleardi zitierte, leicht variiert, den Hamlet-Monolog "Sein oder nicht sein". Aleardi zieht schließlich Bilanz: "Bevor du in die Kiste gehst, freu dich, denn du hast gelebt".

"Was ist ein Mann?"

"Was ist ein Mann?", dieser Frage gingen die Kabarettisten aus der Männer-WG nach, sie machten die männlichen Lieblingsplätze aus, zum Beispiel "unterm Auto". Urkomisch dann die Großputz-Vorbereitungen, als der Besuch einer Lady in dieser WG bevorstand. Die Künstler begeisterten ebenso mit ihrer Musik, da wurden alte Schlager variiert und persifliert. Die Instrumenten-Repertoire erwies sich als äußerst vielseitig, angefangen von Gitarren über Klarinette und Querflöte bis zur offenbar selbst erfundenen "Nasenflöte". Vor allem Marc Leymann glänzte auf vielen Instrumenten.

Schlager variiert und persifliert

Immer wieder suchte "Paco" den Kontakt zum Publikum, vor allem mit "Walburga" diskutierte er, unter anderem über Reisepläne. Zwischendurch erschien der Techniker der Band, Sebastian Jäger, auf der Bühne und empörte sich über die "Millionäre", nach kurzem Disput wurde er jedoch wieder an seinen Platz in der Technik geschickt.

Weiterer Auftritt geplant

Mit Standing Ovations dankte das Publikum den drei Künstlern und war begeistert, als Kulturfabrik-Chef Jacques Barthillat einen weiteren Auftritt im Herbst nächsten Jahres ankündigte.