Ein Energieberater soll’s richten. Die Stelle ist beschlossen. Foto: © Blue Planet Studio - stock.adobe.com

"Kommunaler Klimaschutz – Jetzt!!!", ist der Titel eines Antrags der Fraktion der Unabhängigen Liste (UL) im Gemeinderat. Nun soll eine kommunaler Energieberater kommen.

Furtwangen - "Kommunaler Klimaschutz – Jetzt!!!", lautete der Titel eines Antrags der Fraktion der Unabhängigen Liste (UL) im Gemeinderat. Am Ende wurde einstimmig die Ausschreibung einer Stelle für das Energiemanagement beschlossen.

Zuerst einmal waren allerdings die Diskussionen noch etwas kontrovers. Die Stadtverwaltung hatte für diesen Punkt der Tagesordnung vorgeschlagen, diesen Antrag zurückzustellen, bis eine aktuell laufende Fokusberatung der Energieagentur Schwarzwald-Baar-Heuberg abgeschlossen ist. Im Namen der UL erläuterte Ulrich Mescheder, dass man hier eine Stelle schaffen solle für einen Spezialisten, der sich um ein wichtiges Thema kümmert.

Gute Erfahrungen mit Breitbandmanager

Gute Erfahrung gemacht hat man bereits mit dem Breitbandmanager oder mit dem Bauleiter am OHG. Wie er vorrechnete, würde sich eine solche Stelle voraussichtlich schnell bei den prognostizierten Steigerungen der Energiepreise selbst finanzieren.

Bei den bisherigen Diskussionen war immer darauf hingewiesen worden, dass die Preisentwicklung kein Problem sei, da man längerfristige Verträge habe. Doch in der aktuellen Situation mit den drastisch steigenden Preisen entfällt diese Vertragsbindung. Aktuell gibt die Stadt 286 000 Euro für Öl und Gas aus. Wenn sich der Preis, wie prognostiziert, mindestens verdoppeln wird, wären dies rund 560 000 Euro. Ein Energieberater könnte bis zu zehn Prozent an Energiekosten einsparen, was in etwa die Personalkosten in Höhe von rund 56 000 Euro ausmachen würde. Die entsprechende Beratung für die Stadt und unter Umständen auch für die Bürger dürfe man daher nicht verschieben. Allein für die Ausschreibung gehe Zeit verloren und es gelte, mögliche Förderprogramme schnell nutzen zu können.

Gemeinderäte vollziehen 180-Grad-Wende

Zu Beginn hatten sich die anderen Fraktionen eher der Meinung der Verwaltung angeschlossen, diese Beratung noch einmal zu schieben. Nach den ausführlichen Erläuterungen von Ulrich Mescheder, die deutlicher formuliert gewesen sind als die in der Begründung des Antrags, sind dann aber alle einer Meinung gewesen – nämlich der, dass man sich um eine solche Beratungsstelle kümmern muss, was denn auch von dem Gremium einstimmig so beschlossen worden ist.