Solche Straßenschilder wie hier bei der Abzweigung zum Anwesen Blessing wird es nach dem Beschluss des Ortschaftsrats Rohrbach aller Voraussicht nach nicht mehr geben – zu groß sei die Gefahr, dass ein Notarzt eines Tages bei lebensbedrohlichen Zuständen im falschen Teilort herauskommt. Foto: Kommert

Vielzahl von Straßennamen wird geändert. Gemeinderat muss noch zustimmen.

 
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Furtwangen-Rohrbach - Dörfle, Obertal, Untertal – mit diesen Straßennahmen wird nun in Rohrbach aufgeräumt. Grund – Verwechslungsgefahr mit gleichen oder sehr ähnlichen Straßennahmen in anderen Ortsteilen und im Dorf selbst.

Seit vielen Jahren sei man dran, er selbst seit mindestens acht Jahren, betonte Ortsvorsteher Karl Wehrle.

"Wenn ein Tourist etwas nicht findet und zum Durchfragen auf einen Hof kommt, ist das nicht furchtbar; wenn aber ein Familienmitglied mit einer schweren Erkrankung auf den Krankenwagen warten muss, der an ganz anderer Stelle ankommt, ist es ein großes Problem", nannte der Ortsvorsteher die Gründe.

Der Grund, weshalb es Rohrbach betreffe, läge auf der Hand – die Kosten und die Folgearbeiten seien im kleinsten Teilort eben auch am günstigsten. Nebenbei sollten aber zugleich auch unklare Nummerierungen der Häuser verbessert werden.

Nun wird künftig aus dem Reibschenhofweg die Adolf-Volk-Straße, nach einem sehr verdienten Bürgermeister, der während und nach dem Dritten Reich viel das Dorf getan habe. Der Reibschenbergweg soll künftig – nach dem zweiten großen Namen der jüngeren Dorfgeschichte – Berthold-Ketterer-Straße heißen. Die Obertalstraße vom Gasthaus Adler bis zum Schwabenhof wandelt sich zur Brigacher Straße, vom Anwesen Blessing bis zur Fuchsfalle heißt es dann "Fuchsfallenstraße".

Auch das Untertal bekommt mehrere Unterteilungen. Vom Anwesen Kern bis Anwesen Ferst und unter Einbeziehung des Anwesen Thoma (bisher Dörfle) ist dies künftig der Dreifaltigkeitsbergweg. Vom Dorershof (Karl Wehrle) bis zum Grundhof wird das Untertal bald Grundtalweg heißen, ab den Anwesen Gutzweiler bis zum Anwesen Horcher lautet der neue Name "Schneiderhofweg", vom Harzhäusle bis zum Altenvogtshäusle ist es dann die Schönenbacher Straße, unter Einbeziehung von Dörfle 47, 48a und 48c. Schreinerei, Sägenhäusle und Anwesen Gurzan sind dann im Wolfsgrundweg zu finden.

Die Anwesen Lothar Grieshaber und Erika Ketterer stehen dann nicht mehr im Obertal, sondern im Holzdobelweg, der Mooshansenweg bezieht sich auf die Anwesen Scherzinger und Kaltenbach.

Aus "Dörfle" wird der Pater-Fleig-Weg

Was früher Dörfle (vom Anwesen Philipp Volk bis Johannes Stumpp) oder "Am Reibschenhofberg" hieß, wird dann nach dem sehr beliebten letzten Dorfpfarrer "Pater-Fleig-Weg" heißen.

Gerda Barthillat, Siegfried Weber und Ernst Engelmann wohnen in Zukunft im "Plazidobelweg", das Reinerseck im Obertal wird dann auch diesen Straßennamen haben. Die "Neue Fuchsfalle", bis hin zum Schlempen stehen in Zukunft am Schlempenweg.

Stöcklewaldturm, Zeltlager und das Anwesen Summ sind am Stöcklewaldweg zu finden. Zum Reibschental werden die Post, das Anwesen Weißer und das Reinerhaus (bisher Dörfle) zugeschlagen und die Nummerierung verbessert.

Das Ganze kostet nach Ansicht des Ortsvorstehers die Kommune rund sechs- bis achttausend Euro. "Wenn wir das heute beschließen, wird es voraussichtlich noch im April im Gemeinderat behandelt – und aller Voraussicht nach auch von dort genehmigt. Dann geht das bis hin zu den Leuten, die Navigationssysteme programmieren – und dann hat die Not ein Ende", betonte Wehrle.

Nachdem bereits einige der Mitglieder des Ortschaftsrats Erfahrungen in Sachen Verwechslung gemacht hatten, beschloss das Gremium einstimmig, die Straßennamen neu zu regeln.