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Furtwangen Verein bringt Energiewende voran

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Von Brigitte Frank-Gauckler

Furtwangen. Ein neuer Verein soll der Energiewende vor Ort Impulse geben und neuen Schub bringen. Der Verein wird nächsten Dienstag gegründet und will optimale Konzepte für lokale Bedürfnisse umsetzen.

Ständig ändern sich politische Vorgaben und Rahmenbedingungen, einhergehend mit rasanter technischer Entwicklung. Da fällt es dem Einzelnen schwer, Überblick zu haben. Beim Pressegespräch im Twike-Center Schwarzwald erläuterten gestern die Initiatoren Felix Duffner und ­Richard Kugele ihre Ideen.

Ein Anliegen des Vereins ist es, die Energiewende vor Ort mit den lokalen Gegebenheiten voranzutreiben, Energiegewinnung soll mehr demokratisiert werden. Nachdem die Vergütungen aus dem Energieeinspeisungsgesetz im Jahr 2000 reduziert wurden, wird es für Energie-Genossenschaften enger. Die Hürde ist hoch und der Einstieg erschwert, deshalb wählten Kugele und Duffner das Modell eines Verein.

Zu den Zielen gehört die Informationsarbeit. Mitglieder sollen eingebunden werden durch Informationsstände, Vorträge, Besichtigung bestehender Anlagen. "Wir erfinden nichts Neues", es sollen Hemmungen auf Umsetzung sinnvoller Projekte abgebaut werden, Leute mit Ideen und Gelder zusammenbringen und zu machbaren und finanzierbaren Projekten führen.

Dazu wird statt eines jährlichen Mitgliedsbeitrags einmalig eine zinslose Einlage von 250 Euro fällig. Jedes Mitglied entscheidet mit seiner Stimme mit, welche Projekte umgesetzt werden. Mögliche Schwerpunkte liegen in der Kombination von Nahwärmeversorgung aus Kraftwärmekopplung und Biomasse, Solarsysteme mit thermischer und chemischer Speicherung.

Eine neue Heizungsanlage wäre ein mögliches Projekt oder ein Blockheizkraftwerk für mehrere Häuser. Der Verein sieht sich als Lotse für Projekte und will keine Konkurrenz zur Energieberatung des Landkreises sein. Der kurzfristige Bedarf könne über Akkus abgedeckt werden, die Speicherkapazitäten haben sich rasant erhöht. Für den langfristigen Bedarf ist derzeit die Kombination Sonne und Wind eine gute Ergänzung und den überschüssigen Strom zu vergasen – "Power to gas". Dieser könne leicht gespeichert und bei Bedarf wieder verstromt werden.

Auch der Bereich Mobilität soll mit einbezogen werden, der immerhin fast ein Drittel des derzeitigen Energiebedarfs frisst. Dazu ist am Samstag, 11. Oktober, ein Aktionstag geplant.

Mitglieder können Privatpersonen werden, auch Firmen, Vereine und andere juristische Personen. Egal wie hoch die Einlage, damit hat man eine Stimme im Verein. Werden Projekte dann angeschoben, gilt es diese in eine Projekt-GmbH zu packen.

Am Dienstag, 30. September, 20 Uhr, laden die Initiatoren ins Gasthaus "Bad" zur Gründungsversammlung ein. Die Vereinsstruktur soll möglichst flach gehalten werden. Kugele und Duffner stellen sich zur Wahl.

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