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Furtwangen Uhrenschilder mit rissigem Netzwerk

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Sie freuen sich über das Zustandekommen der Ausstellung im Schönenbacher Dorfgemeinschaftsraum (Bild links von links): Ortsvorsteher Hansjörg Hall, Maler Walter Hättich und Bürgermeister Josef Herdner. Im Hintergrund ist ein Hof beim Feldberg zu sehen. Walter Hättich darf man als Fachmann in Sachen Uhrenschildmalerei bezeichnen. Auf dem rechten Bild ist eine Uhr mit ländlichen Motiven und typischem Krakelee zu sehen. Fotos: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Siegfried Kouba

Furtwangen-Schönenbach. Gemälde, Uhrenschilder und Uhren von Walter Hättich sind derzeit im Schönenbacher Dorfgemeinschaftsraum zu sehen. Heute ist die Ausstellung von 11 bis 18 Uhr und morgen, Sonntag, von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Am "Tag der Deutschen Einheit" war im Beisein einer großen Gästeschar die Eröffnung. Walter Hättich begrüßte die Besucherinnen und Besucher aus Schönenbach und der weiteren Umgebung.

Hübsch dekoriert war der Raum, thematisch waren die Exponate zusammengestellt. Musik umrahmte den Festakt mit abschließendem Imbiss. Extra Zeit nahm sich Ortsvorsteher Hansjörg Hall für die Laudatio. Er sei zwar weg von der Kunst, habe sich ihr aber durchs Fotografieren angenähert. Hall würdigte den Maler als "Schönenbacher Gewächs", das vor 63 Jahren geboren wurde und in der Heimat fest verwurzelt ist.

Hättich liebt den Winter, kam durch seine Bundeswehrzeit in Fahl zum Skilanglauf und ist immer noch gerne in der Winterlandschaft unterwegs. Seine Eindrücke saugt er in sich auf, um sie in seiner "Werkstatt" umzusetzen.

Die Bilder gestaltet er individuell realistisch. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Bemalen und die Restaurierung von Uhrenschildern. Er besuchte einen Aquarellkurs, lernte Lebendigkeit sowie Licht und Schatten einzuarbeiten und konnte mit Farbmischungen umgehen. Nicht nur die berühmte Rose findet man auf seinen Uhrenschildern, sondern auch Landschaftsmotive und menschliche Szenen.

Der Mann, der die "Malerei seit Kindesbeinen in den Adern hat", bekam von der Mutter einen Ölfarbkasten geschenkt und das erste Gemälde ließ nicht lange auf sich warten. Hättich arbeitet bei der Firma EDS Dold und verbringt ungezählte Hobbystunden in seiner Werkstatt.

Ein guter Lehrmeister war Alois Straub aus Linach. Mit ihm kam er in führende Ränge der deutschen Uhrenschildmaler. Er hat einen festen Platz bei der Antikuhrenbörse, gestaltet Krippen-Hintergrundbilder und beschickt Ausstellungen.

Schwerpunktmäßig verlegte sich Hättich auf Öl- und Aquarellmalerei und Zeichnungen. Mit persönlichem Dank, den Grüßen des Ortschaftsrates und aller Bürger eröffnete Hall die Ausstellung. Hättichs Dank galt den Helfern, vor allem seiner Familie und seiner Ehefrau Anita, die ihn seit vielen Jahren verständnisvoll begleitet.

Außergewöhnlich ist eine Bärenjagd

Die Ausstellung mit rund 70 Werken zeigt die gesamte Bandbreite des künstlerischen Werkes. Nicht nur Blumen oder Landschaften und die charakteristischen Winterimpressionen oder Schwarzwälder Höfe sind im Bild mit kleinen und großen Formaten festgehalten. Außergewöhnlich ist eine Bärenjagd und von besonderer Güte sind die Uhrenschilder, welche die Anmutung von alten Werken tragen. Hierzu entwickelte Hättich eine eigene besondere Technik, um die Uhrenschilder mit Krakelee als rissiges Netzwerk antik scheinen lassen.

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