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Furtwangen Stadt muss tiefer in die Tasche greifen

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Hohen Sanierungsbedarf gibt es in der Furtwanger Fohrenstraße. Foto: Liebau Foto: Schwarzwälder Bote

Am zweiten Sitzungstag des Gemeinderates informierte Diplom-Ingenieur Tobias Rau von den Kirn-Ingenieuren in Freudenstadt über den Sachstand bei der Sanierung der Fohrenstraße. Zu Diskussionen führten vor allem zusätzlich notwendige Maßnahmen beispielsweise für eine Stützmauer.

Furtwangen. Tobias Rau machte deutlich, dass man bei den Arbeiten nicht so weit gekommen sei, wie geplant. Insgesamt müsse man mit vier bis fünf Wochen Verzögerung rechnen, für die es verschiedene Gründe gebe. Aktuell wurden oberhalb der steil abfallenden Wand die Schutzplanken montiert und ein provisorischer Zaun angebracht. Hier soll später ein fester Zaun installiert werden. Dies hätten nicht zuletzt die Anwohner zum Schutz der spielenden Kinder gefordert.

Neben anderen Gründen seien für die Verzögerung auch zwei statische Probleme verantwortlich. An einer Stützmauer habe man glücklicherweise die Verplankung abgenommen. Darunter entdeckte man eine Mauer, die nur noch mit Metallbändern zusammengehalten wurde. Nach Überprüfung durch einen Statiker ging man davon aus, dass bei Tiefbauarbeiten für die Kabel und Leitungen vor der Mauer diese umgestürzt wäre. Daher muss diese Mauer nun erneuert werden.

Allerdings, so erläuterte Rau auf mehrfache Nachfrage aus dem Gemeinderat, seien die hier entstehenden Kosten noch nicht zu beziffern. Die Daten seien erst erfasst worden, ein entsprechendes Angebot müsse noch eingeholt werden. Vor allem stellt sich die Frage, wer für die Mauer-Erneuerung verantwortlich ist. Man habe sich mit dem Eigentümer des Grundstücks geeinigt, dass dieser die Entfernung der Mauer übernimmt und bezahlt, die Mauer selbst dann von der Stadt Furtwangen errichtet wird. Da die Erneuerung durch die Straßenbauarbeiten notwendig wurde, so Christian Marzahn vom Bauamt, müsse die Stadt wohl die Kosten für die Erneuerung übernehmen. Die Rechtslage sei in diesen Bereichen sehr unsicher.

Durch die neue Stützmauer, die nun etwas nach hinten rücke, könne die Straße hier etwa einen halben Meter verbreitert werden. Roland Thurner (UL) kritisierte, dass eine Verbreiterung unnötig sei und nur hohe Kosten verursache.

Die Verwaltung war allerdings der Meinung, dass eine Verbreiterung, beispielsweise mit Blick auf die Schneeräumung, zu begrüßen sei.

Ein zweites Problem betrifft ein benachbartes Einfamilienhaus. Als man hier die Wand überprüft habe, sei festgestellt worden, dass die Bodenplatte des Hauses kein Fundament habe und am Hang sitze. Hier musste vor den Tiefbauarbeiten in der Straße erst überprüft werden, ob dadurch das Haus beschädigt werden könnte, etwa durch Rissbildung. Ein "Schnellschuss" sei hier nicht zu verantworten gewesen. Nicht zuletzt sei es wegen der starken Auslastung im Bausektor nicht einfach, verschiedene Bauunternehmen unter einen Hut zu bekommen.

Verzichtet habe man bisher, laut Tobias Rau, auf die neue Pflasterung auf dem Rössleplatz. Zwei Kanal-Schächte mussten nicht erneuert werden, was zu Einsparungen führte. Die Pflasterung wird man erst am Ende durchführen, da noch der ganze Baustellenverkehr über diese Fläche abgewickelt wird. Eine weitere Einsparung von 30 000 Euro ergab sich dadurch, dass man auf Vorschlag der Bauunternehmung bei der Abstützung zum Berg hin statt der Gabionen nun doch Mauerscheiben verwendete.

Thomas Riesle (CDU) forderte deutlich im Namen des Gemeinderates, dass man die aktuellen Zahlen zu den Baukosten zeitnah und immer wieder aktuell bekommen sollte, um den Überblick zu behalten. Im Moment, so Rau, sei dies aber noch nicht möglich, da die Abrechnungen mit den Baufirmen noch nicht erfolgt sind. Er geht aber davon aus, dass man in etwa im Kostenrahmen bleiben werde, abgesehen von der neu zu errichtenden Stützmauer.

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