Zwei verdiente Vorstandsmitglieder: Nach zehn Jahren tritt Stefan Bartle (links) als Vorsitzender ab. Felix Mark (rechts) gilt der Dank für 25 Jahre lange Kassenführung für das Sporthaus. Foto: Schwarzwälder-Bote

Im sportlichen Bereich erfolgreich / Mehr Nachwuchstrainer durch neues Modell

Von Stefan Heimpel

 

Furtwangen-Neukirch. Sportlich erfolgreich sind weiterhin die Sportfreunde Neukirch, wie der scheidende Vorsitzende Stefan Bartle in seinem Jahresbericht noch einmal schildern konnte.

Wichtig ist hier unter anderem, dass inzwischen mit Simone Bossio und Marco Mazzei zwei Spieler des Vereins die Trainertätigkeit bei der ersten Mannschaft übernommen haben. Bei der zweiten Mannschaft bemängelte Stefan Bartle allerdings etwas die Trainingsmoral.

Zufrieden ist er mit der Damenmannschaft, die problemlos den Klassenerhalt in der Verbandsliga erreichte. Großes Augenmerk richtet der Vorstand auf die Jugendarbeit, 120 Kinder und Jugendliche werden hier in elf Mannschaften betreut. Mit einem neuen Konzept will man künftig ausreichend Trainer finden.

Zahlreiche Aktivitäten von Yoga-Kursbis hin zu Hexen

Dringend auf der Suche sind die Sportfreunde nach Schiedsrichtern. Da diese statt der geforderten vier nur zwei Schiedsrichter aufweisen können, fallen entsprechend hohe Ausfallgebühren an.

Aber auch viele andere Aktivitäten gibt es bei den Sportfreunden. Das Angebot reicht vom Yoga-Kurs bis zu den Hexen. Ein Dank galt nicht zuletzt auch den ehrenamtlichen Helfern, die im Wechsel seit mehr als zwei Jahren das Sporthaus bewirten. "Das gute Ergebnis und die zufriedenen Gäste sind vor allem dem großen Einsatz einzelner Personen zu verdanken, die hier viele Stunden aufgewendet haben", so Stefan Bartle.

Neu organisiert werden bei den Sportfreunden die zahlreichen Nebenämter, die bisher zu einem ganzen Teil gewählt wurden. Viele dieser Aufgaben werden nun vom Vorstand vergeben, um schnell und effektiv auch auf Veränderungen reagieren zu können. Das reicht vom Gerätewart und Platzwart über die Leiter der verschiedenen Abteilungen bis zum Webmaster.

Schließlich konnte Stefan Bartle noch ankündigen, dass beim Sportfest 2014 das Weltmeisterschaft-Spiel Deutschland gegen Ghana als Public Viewing übertragen wird, scheinbar das einzige Public Viewing bei der WM 2014 in Furtwangen.

Norbert Staudt vom Sportverband Furtwangen bescheinigte den Sportfreunden Neukirch, dass sie offensichtlich auf einem sehr guten Weg seien. Besonders beachtlich sei die hohe Zahl von 836 Vereinsmitgliedern bei insgesamt 950 Einwohnern in Neukirch.

Ortsvorsteher Rainer Jung würdigte nicht zuletzt auch das Engagement der Sportfreunde beim Dorfhock, welcher für das Leben in Neukirch von entscheidender Bedeutung sei.

Junge Mitglieder übernehmen Veranwortung

Nach zehn Jahren kandidierte Stefan Bartle nicht mehr für den Vorsitz. Zu seinem Nachfolger gewählt wurde der bisherige Schriftführer Karl Schlegel. Mit einem herzlichen Dank wurde Stefan Bartle aus seinem Amt verabschiedet. Dazu gehörte auch ein spezieller Film mit Dankesworten vieler Vereinsmitglieder sowie eine Abschiedsrede von Engel und Teufel und nicht zuletzt auch ein Präsent sowie Blumen für seine Frau.

Felix Mark hat seit der Eröffnung des Neukircher Sporthauses vor 25 Jahren die Kasse geführt und damit auch zum wirtschaftlichen Erfolg dieser Einrichtung beigetragen. Auch ihm war der Dank sicher.

Karl Schlegel wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden bestimmt. Sabrina Löffler ist neue Schriftführerin. Die Nachfolge von Kevin Faigle tritt Sven Fehrenbach im Spielausschuss an. Bestätigt wurden die dritte Vorsitzende Iris Colpi und Jugendleiterin Christine Kaltenbach.

Gewürdigt wurde die Arbeit von Stefan Bartle auch durch Ortsvorsteher Rainer Jung sowie Norbert Staudt vom Sportverband Furtwangen. Rainer Jung bezeichnete es vor allem als beachtlich, dass bei den Sportfreunden regelmäßig relativ junge Vereinsmitglieder die Verantwortung übernehmen.

Stefan Bartle wurde im Alter von 21 Jahren zum Vorsitzenden gewählt. Der neue Vorsitzende Karl Schlegel ist kaum älter. Dass so junge Vereinsmitglieder bereit sind, entsprechende Verantwortung zu übernehmen, sei außergewöhnlich.