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Furtwangen Sportfreunde feiern einfach später

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Das Vereinsheim der Sportfreunde Schönenbach bleibt vorerst verwaist. Wegen der Corona-Pandemie ist das Vereinsleben auf Sparflamme gesetzt. Foto: Liebau Foto: Schwarzwälder Bote

Seit Jahrzehnten treffen sich die Sportfreunde Schönenbach am zweiten Wochenende im Januar zum Kameradschaftsabend im Vereinsheim. Dieses Jahr nicht. Wegen Corona gibt es am Sonntagvormittag, 10. Januar, nur eine Online-Vorstandssitzung.

Furtwangen-Schönenbach. Dabei ist dieser gesellige Abend für die aktiven Spieler, die A-Jugend-Spieler und die AH-Spieler mit Begleitung ein Höhepunkt im Jahreskalender des Vereins. Erstmals traf man sich am 21. Januar 1956 zu einem "Kameradschaftsabend mit Tanz". Im Jahresbericht des damaligen Schriftführers Josef Straub war dazu zu lesen: "Ernst Armbruster ein Mitglied unseres Vereins brachte als Ansager die Lachmuskeln des Publikums in Spannung. Weitere humoristische Darbietungen wechselten mit den flotten Weisen der Gulde Musik. So wurde der Unterhaltungsabend zu einem Erfolg des Vereins." Seit fast genau 65 Jahren ist es also Tradition, dass man sich im neuen Jahr trifft und bei einem Essen mit Musik und Unterhaltung das alte Sportjahr Revue passieren lässt.

Früher im Vereinslokal Gasthaus Sonne trifft man sich seit 2010 im Vereinsheim am Sportplatz. "Zum ersten Mal war ich 1986 bei dem Kameradschaftsabend der Sportfreunde. Damals noch als junger aktiver Spieler. Seither war ich weder krank, noch machte ein anderer Grund die Teilnahme unmöglich. Also auch für mich eine ganz neue Erfahrung in diesem Jahr", sagt der Vorsitzende Horst Hettich. "So muss ich mir nach 35 Jahren mal was anderes vornehmen an diesem Samstagabend. Vielleicht schau ich mir einfach ein paar Fotos aus den vergangenen Jahren an." Dies aber auch mit der Aussicht, dass der Abend nachgeholt werden soll, sobald es die Corona-Verordnung zulässt. Auch die Ehrung der aktiven Spieler soll dann nachgeholt werden.

Ein seltsames Sportjahr endete für die Sportfreunde am 31. Dezember 2020. Bedingt durch die Corona-Krise war nur ein begrenztes Sportprogramm möglich. So blieb die erste Mannschaft in allen Punktspielen 2020 unbesiegt. Ein Muster ohne Wert, denn die Sportfreunde trugen im gerade einmal vier Punktspiele aus, die in die Wertung kamen. Mit zehn Punkten rangiert man auf Platz 4. Tabellenführer FC Unterkirnach hat fünf Punkte mehr, aber schon doppelt so viele Spiele ausgetragen. Die zweite Mannschaft hat sechs Punkte auf Platz 5, aber erst drei Spiele absolviert.

Weiterhin will man den Aufstieg in die Kreisliga A anstreben. Falls dies dem Team um Spielertrainer Mario Ketterer und Co-Trainer Dennis Haas gelingt, wird es ein Lokalderby weniger geben. Durch die Fusion der Sportfreunde Neukirch mit dem FC Gütenbach zur SG Eintracht Neukirch/Gütenbach fällt ein weiteres Lokalderby im Bregtal weg. "Sportlich kann ich das natürlich verstehen", so Horst Hettich, "für die Region aber ein etwas emotionaler Verlust für alle Sportbegeisterten im Oberen Bregtal." Vielleicht könne man in der Vorbereitung im Frühjahr zwei Abschiedsspiele gegen die Sportfreunde Neukirch beziehungsweise den FC Gütenbach bestreiten. "Da beide Vereine aktuell aber noch jeweils zwei aktive Männermannschaften im Spielbetrieb haben, war das für mich persönlich schon etwas überraschend."

Auf die Vereine kämen jedenfalls schwere Zeiten zu. "Hohe Fixkosten für unser Vereinsheim sowie Trainings- und Spielbetrieb, sorgen aktuell für immer schwierige Voraussetzungen", weiß Hettich. Da die Einnahmen im Jahr 2020 fast gleich Null waren, klafft hier eine große Lücke. "Zum Glück halten uns die Sponsoren und Mitglieder bislang die Treue und haben kein Geld zurückgefordert oder sind ausgetreten."

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