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Furtwangen Schnee und Temperaturen wie in den Achtzigern

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Mit einer überdurchschnittlichen Schneedecke von 76 Zentimetern begann der Februar. Foto: Reutter

Furtwangen - Der Januar beendete eine seit neun Monaten andauernde Periode überdurchschnittlicher Temperaturen – es war um 1,2 Grad kälter als im Mittel der vergangenen 40 Jahre. Die Niederschläge lagen zugleich knapp über dem langjährigen Durchschnitt, so dass sich die Schneehöhe mal wieder dem Mittel der achtziger Jahre annähern konnte. Die Sonne zeigte sich im Januar relativ selten.

Es waren zwar keine ungewöhnlich tiefen Temperaturen, aber mit einem Mittelwert von minus 3,3 Grad war der Januar der drittkälteste in diesem Jahrzehnt. Die Temperatur entsprach damit etwa dem Mittelwert der achtziger Jahre. Seit der Jahrtausendwende war der Januar deutlich milder, der Durchschnitt lag seither bei minus 1,7 Grad.

In diesem Jahr gab es einen Tiefstwert von minus 12,5 Grad, gemessen am 23. Januar. Das war zwar, verglichen mit früheren Jahren (bis minus 25 Grad im Januar 1987), auch noch recht mild, aber immerhin war es kälter als im Januar des Vorjahres, der keine zweistelligen Minusgrade erreichte. Der wärmste Tag des Monats war mit 4 Grad am Mittag der 16. Januar. Alle 31 Tage des Monats brachten Frost, das gab es im Januar zuletzt 2010. 21 Tage verzeichneter Dauerfrost, auch das war die höchste Anzahl seit 2010. Mit einer Niederschlagsmenge von 207 Litern pro Quadratmeter lag der Januar um rund zehn Prozent über dem langjährigen Mittel.

Höhepunkt kommt noch

Auch die Zahl der Niederschlagstage war mit 26 überdurchschnittlich. Die höchste Tagesmenge wurde mit knapp 30 Litern am 13. Januar verzeichnet. Gut vier Fünftel der Monatsniederschläge fielen als Schnee, so dass der Januar eine mittlere Schneehöhe von 42 Zentimetern erreichte. Solche Werte findet man inzwischen auch in Furtwangen eher selten. Seit der Jahrtausendwende war es erst der dritte Januar (nach den Jahren 2006 und 2016), der die Marke von 40 Zentimeter überschritt. Die höchsten Januarwerte sind in der Furtwanger Statistik, die bis 1979 zurückreicht, im Jahr 1981 (mit durchschnittlich 154 Zentimetern) und 1982 (82 Zentimeter) verzeichnet. Der langjährige Mittelwert ist nach den zurückliegenden schneearmen Jahren inzwischen auf 28 Zentimeter abgesunken. In den achtziger Jahren lag die mittlere Schneehöhe im Januar noch bei 49 Zentimetern.

Begonnen hatte der Januar an der Wetterstation auf dem Kussenhof in diesem Jahr schneefrei. Er endete dann mit dem Höchstwert des Monats von 81 Zentimetern, ehe mit dem Beginn des Februars die Schneehöhe schon wieder leicht zurückging. Nach der Statistik steht der Höhepunkt des Winters aber erst bevor: Der 24. Februar ist im langjährigen Mittel der schneereichste Tag. Bescheiden war unterdessen die Sonneneinstrahlung im Januar. Mit 27 Kilowattstunden pro Quadratmeter kam der Januar nur auf rund 80 Prozent des langjährigen Durchschnitts.

Mit einer überdurchschnittlichen Schneedecke von 76 Zentimetern begann der Februar – im langjährigen Mittel liegen am 1. Februar in Furtwangen 33 Zentimeter Schnee. Die Niederschläge, die im Januar noch im Mittel bei 188 Litern liegen, gehen im Februar auf 151 Liter zurück. Im Einzelfall lagen die Werte schon bei 412 Liter einerseits (1990) und 25 Liter andererseits (1982). Der höchste Tageswert überhaupt wurde auch im Februar des Jahres 1990 verzeichnet: 139 Liter pro Quadratmeter. Überschwemmungen im Bregtal – zumal zusammen mit Schmelzwasser – waren damals die Folge.

Winter kommt später

Die Temperaturen liegen im Februar im Schnitt bei minus 1,8 Grad. Der kälteste Februar war jener des Jahres 1986 mit minus 8,7 Grad, der mildeste wurde 1990 mit plus 3,6 Grad gemessen. Zwischen plus 19 und minus 20,5 Grad lagen bisher um diese Jahreszeit die gemessenen Einzelwerte. Und was den Schnee betrifft hält nach wie vor der 1. Februar 1981 mit 196 Zentimetern den Rekord.

Vor allem beim Schnee zeigt sich in Furtwangen nach nunmehr 40 Beobachtungsjahren eine deutliche Veränderung. Während in den Monaten Dezember, Januar und März seit der Jahrtausendwende die Schneemengen zum Teil deutlich geringer waren als in den zwei Jahrzehnten zuvor, ist im Februar die Schneehöhe fast unverändert. Anhand der bisherigen Aufzeichnungen zeigt sich also: Der Winter kam in letzter Zeit später und ging früher – während der Februar fast ungeschoren davon kam.

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