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Furtwangen-Rohrbach Breitbandausbau nicht vor 2022

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Die Rohrbacher müssen noch ein paar Jahre auf schnelleres Internet warten. Foto: Zucchi

Furtwangen-Rohrbach - Herbe Enttäuschung für die Rohrbacher: Der Bau des Breitband-Netzes soll nicht vor 2022 erfolgen - und auch dieser Zeitpunkt steht auf wackeligen Füßen. Mehr dazu in unserem (SB+)-Artikel.

Das gab der Breitband-Beauftragte Rainer Jung in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats bekannt. Jung war auf Einladung von Ortsvorsteher Georg Kaiser in die Sitzung gekommen. Der "Breitband-Kümmerer" wollte zudem nach den herben Vorwürfen, die in der September-Sitzung gegen ihn geäußert worden waren, Aufklärungsarbeit leisten.

"Jeder Ortsteil wartet auf Breitband"

Wie sehr das Thema den Rohrbachern am Herzen liegt, bewies ein volles Haus, soweit das in Corona-Abständen möglich war. Und Jung zeigte deutlich auf, dass auch ein Breitband-Koordinator einer Stadt nicht alles machen kann. "Jeder Ortsteil wartet auf Breitband – in Neukirch sind es die Außenbereiche. Wir wissen um die Problematik in Rohrbach und sehen auch die Dringlichkeit. Ich wünschte, ich hätte mehr Möglichkeiten, das Sagen in dieser Sache hat aber der Zweckverband des Landkreises", zeigte er seine Grenzen auf.

In erster Linie seien es veränderte Förderbedingungen, auf die sich der Zweckverband zunächst einnorden musste. Doch nachdem eine reine Landesförderung (die nach Nettokosten erfolgt) im Prinzip 30 Prozent der Kosten erbringt, sieht der Bund 50 Prozent Förderung der Gesamtkosten vor, danach können zusätzlich Landesmittel angefordert werden. Der Zweckverband habe nun für alle noch ausstehenden Projekte die Fördermittel beantragt und wolle sie auch "schnellstmöglich" verbauen, was einer Gesamtbausumme von 120 bis 140 Millionen Euro bedeute. "Die Landesmittel sind nach der Zusage der Bundesförderung beantragt seit dem Frühjahr, bis heute erfolgte keine Zusage", so Jung. "Dazu entstand ein Vakuum bei den Planungsbüros. Das bisherige Planungsbüro verfolgt aus Kapazitätsgründen nur mehr zwei kleinere Vorhaben", verdeutlichte Jung das nächste Problem. Mit einem Büro aus München wolle man nun weiterarbeiten, bis heute habe es aber nur einen kurzen Kontakt mit diesem Büro gehabt.

"Wir gehen hier mit Steuermitteln um, da gilt es, mit Augenmaß zu arbeiten", so Jung, "daher suchen wir auch immer nach Synergieeffekten. Für Rohrbach wäre es der Radweg, in den beispielsweise auch die EGT ihre Leitungen verlegen könnte und selbstverständlich auch Glasfaser. Was nicht funktionieren kann, ist eine zunächst oberirdische Verlegung – da müsste man eine längere Leitung verlegen als im Graben – und wo sollen wir beim anschließenden Vergraben mit der überschüssigen Leitung hin?", fragte er in die Runde.

Linach, Schützenbach und Schönenbach sollen 2021 erschlossen werden

Nachdem nun der Radweg seitens des Regierungspräsidiums genehmigt und voll gefördert werde, stelle sich die Frage, ob man den als Eigenprojekt verfolgen wolle oder Breitband mit verlegt werden soll – "die Entscheidung liegt bei Rohrbach." Tatsache sei, dass die Planung laufe. Eingegangen sei die Zusage des Bundeszuschusses für Linach, Neukirch und Rohrbach, sowie für Bauabschnitt 2 mit Furtwangen-Schönenbach inklusive Schützenbach. Hier warte man auf die Zusage des Landeszuschusses. Dann sollen 2021 der Schützenbach sowie der Sommerberg Schönenbach erschlossen werden, dazu Linach, wo zugleich ein Abwasserprojekt laufe.

"Wo Breitband mitverlegt wird, ist die Planungshoheit nicht mehr beim Zweckverband", betonte er. Ebenfalls 2021 soll (mit offenem Ende) auch der Kernbereich Furtwangen begonnen werden – und ab 2022 dann Rohrbach, da man dabei von Schönenbach abhänge. Im Kernort Furtwangen werde man zunächst den Fokus auf die "weißen Flecken", die Gewerbegebiete und die Schulen legen. Dazu gebe es jeweils auch immer Info-Veranstaltungen des Zweckverbands. "Im Moment sind alle Beteiligten inklusiv der Tiefbaufirmen auf Anschlag", räumte Jung ein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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