Wahl: AfD holt teilweise über zehn Prozent / Herbe Verluste für die CDU

Furtwangen/Vöhrenbach/Gütenbach (li). Das Obere Bregtal erlebt einen deutlichen Rechtsruck. Bis zu 10,8 Prozent der Zweitstimmen holte die AfD bei der Bundestagswahl am Sonntag. Sie vereinigte 658 Zweitstimmen auf sich. Zu den Gewinnern zählten auch FDP und Grüne. Herbe Verluste gab es für die CDU, mit einem blauen Auge kam die SPD davon.

7,4 Prozentpunkte der Erststimmen verlor Thorsten Frei (CDU) in Furtwangen im Vergleich zur Bundestagswahl 2013. Er vereinigte trotzdem 49,5 Prozent auf sich. Jens Löw (SPD) kam auf 16,6 Prozent (-2,5 Prozentpunkte), gefolgt von Volker Goerz (Grüne) mit 13,2 Prozent (+3,2), Marcel Klinge mit 7,0 (+4,7) und Patrick Bausch (Linke) mit 4,3 Prozent (+4,3).

Joachim Senger (AfD) konnte das Ergebnis von 2013 mehr als verdoppeln. 351 Erststimmen fielen auf ihn, er erhielt 7,4 Prozent (+4,3).

9,8 Prozentpunkte verlor die CDU bei den Zweitstimmen und kam auf 40,8 Prozent. Die SPD rutschte von 18,2 Prozent auf 15,0. Die Grünen gewannen 3,9 Prozentpunkte und kamen auf 11,1. Fast verdoppeln konnte sich die FDP von 5,5 Prozent auf 10,8. Die Linke gewann 1,5 hinzu und kam auf 5,1. 3,9 Prozent zulegen konnte die AfD und kam auf 8,2 Prozent.

Die Wahlbeteiligung stieg in Furtwangen von 71,5 Prozent in 2013 auf 74,1 Prozent.

In Vöhrenbach gewann die CDU 49,3 Prozent der Erststimmen und verlor damit 8,1 Prozentpunkte). Die SPD kam fast unverändert auf 18,1 (2013: 18,3). Die Grünen holten 11,3 Prozent (+2,8), die FDP 7,2 (+5,8). Die Linke kam auf 2,9 Prozent (-0,5), die AfD auf 9,6 Prozent (+6,4).

Satte 10,2 Prozent verlor die CDU bei den Zweitstimmen und kam auf 41,0 Prozent. Weitere Ergebnisse: SPD 17,7 (-1,8), Grüne 12,9 (+4,1), FDP 10,7 (+5,7), die Linke 4,6 (-0,5), AfD 9,8 (+5,2).

Die Wahlbeteiligung betrug 72 Prozent (2013: 69,1).

Federn lassen musste die CDU auch in Gütenbach. Dort rutschte Thorsten Frei von 62,5 auf 56,5 Prozent ab, bei den Zweitstimmen verlor die Union 7,7 Prozentpunkte und landete auf 46 Prozent.

Weicher fiel sein Kontrahent Jens Löw (SPD): Er verlor 3,3 Prozentpunkte der Erststimmen und kam auf 12,9 Prozent. Bei den Zweitstimmen verloren die Sozialdemokraten 1,4 Prozentpunkte und kamen auf 16,1.

Volker Goerz (Grüne) konnte das Ergebnis von Cornelia Kunkis-Becker 2013 um 2,1 Prozentpunkte verbessern und landete mit den Erststimmen auf zwölf Prozent. Die Grünen konnten 14,5 Prozent der Zweitstimmen für sich verbuchen (2013: 13,4 Prozent).

Von 0,5 auf 5,5 Prozent stieg Marcel Klinge von der FDP steil nach oben. Bei den Zweitstimmen holten die Liberalen weitere 4,3 Prozentpunkte hinzu und landeten auf 7,8 Prozent.

Joachim Senger von der AfD holte aus dem Stand 60 Erststimmen (8,7 Prozent), an Zweitstimmen holten die Rechtspopulisten 75 Zweitstimmen (10,8 Prozent).

Die Wahlbeteiligung betrug 76,4 Prozent (2013: 71,4).