In diesen Containern hat die Stadtverwaltung zwei Obdachlose untergebracht. Foto: Liebau

Stadt findet keine Wohnungen. Kommunen verpflichtet, für Unterbringung vor Ort zu sorgen.

Furtwangen - Manch einer mag sich über die beiden übereinandergestapelten Wohncontainer wundern, die an der Carl-Diem-Straße aufgebaut wurden. Gerüchte gingen um, dass dort Asylbewerber einquartiert wurden.

Bürgermeister Josef Herdner gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstagabend die Antwort. Die Stadt habe zwei Container angemietet, um Obdachlose unterzubringen.

Laut Gesetz sind die Kommunen verpflichtet, für die Unterbringung von Wohnungslosen vor Ort zu sorgen. "Wir haben derzeit drei bis vier Fälle, in denen die Obdachlosigkeit droht", so Herdner. Man habe versucht, entsprechenden Wohnraum anzumieten, das sei aber nicht gelungen.

Die beiden Container für jeweils eine Person sollen nur ein Provisorium sein. "Das Ziel ist es, Container nicht über einen längeren Zeitraum zu nutzen", so Herdner.