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Furtwangen Notarzt gelangt per Lufttransport zum Einsatz

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Auf dem Parkplatz bei der Neukircher Schwarzwaldhalle landete kürzlich der nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF). Von hier brachte die Bergwacht den Notarzt zum Einsatzort, wo bereits das DRK eingetroffen war. Foto: Heimpel

Furtwangen-Neukirch - Laute Geräusche und ein kräftiger Wind kennzeichneten kürzlich ein besonderes Ereignis in Neukirch: Der Rettungshubschrauber Christoph elf aus Villingen-Schwenningen landete direkt auf dem Parkplatz bei der Schwarzwaldhalle, um den Notarzt zu einem Notfall zu bringen.

Das Besondere dabei war die Tatsache, dass diese Landung bereits bei Dunkelheit erfolgte, wenn auch noch relativ kurz nach dem Sonnenuntergang. Denn seit Oktober des vergangenen Jahres ist der Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) in Villingen-Schwenningen als erster und bisher einziger Rettungshubschrauber in Baden-Württemberg rund um die Uhr im Einsatz.

Offensichtlich war der in Furtwangen stationierte Notarzt nicht erreichbar. Der Rettungswagen fuhr daher direkt zum Notfall-Ort in Neukirch. Die Bergwacht Furtwangen übernahm es, den Notarzt aus dem Rettungshubschrauber zusammen mit dem Rettungsassistenten vom Landeplatz bei der Schwarzwaldhalle zum Einsatzort zu bringen.

Die Landung bei fast vollständiger Dunkelheit ist nicht einfach und fordert den Piloten alles ab. Dabei ist dieser Nacht-Hubschrauber im Unterschied zu den Einsätzen am Tag mit zwei Piloten besetzt. Zum Einsatz kommen aber vor allem auch Nachtsichtgeräte. Der Hubschrauber vom Typ H 145 ist insbesondere für Nachteinsätze geeignet: Das Cockpit und die Kabinenbeleuchtung wurden speziell für den Flug mit Nachtsichtbrillen konfiguriert. Zusätzlich verfügt der Hubschrauber über einen Hochleistungsscheinwerfer.

Die Nachtsichtbrillen verstärken dann elektronisch das noch vorhandene Restlicht (beispielsweise von Mond, Sternen, Städten). Diese Nachtsichtbrillen ermöglichen den Piloten eine detaillierte Landeplatzerkundung. Zudem kann plötzlich geänderten Wetterbedingungen wie tiefen Wolken oder Nebelfeldern frühzeitig ausgewichen werden.

Bei nächtlichen Notfalleinsätzen werden ausgeleuchtete Landeplätze angeflogen. Dabei arbeitet die DRF Luftrettung mit den örtlichen Feuerwehren zusammen, damit diese nachts den Piloten bei der Landung am Notfallort unterstützen können. 2017 waren es von Oktober bis Ende des Jahres 90 Einsätze, im ersten Halbjahr 2018 waren es von Januar bis Ende Juni 207 Einsätze in der Nacht.

Bei dem Einsatz in Neukirch war allerdings die Unterstützung durch die Feuerwehr nicht notwendig, da diese Landung kurz nach dem Sonnenuntergang erfolgte, die Beleuchtung also noch etwas besser war und nicht zuletzt auch die Laternen des Parkplatzes den Piloten unterstützten. Ursprünglich angedacht war die Landung auf dem Rasenplatz der Sportfreunde, weil der Kunstrasen nicht geeignet ist, er würde durch eine Landung beschädigt. Doch da in diesem Moment gerade der Rasenplatz bewässert wurde, war auch dies nicht möglich, und so wich der Pilot auf den Parkplatz aus.

Mit dem Rettungswagen des DRK wurde der Patient dann zum Hubschrauber gebracht und von diesem in eine Klinik geflogen. Einige Nachbarn verfolgten dieses besondere Schauspiel, gerade auch die Kinder beobachteten alles gespannt. Und für sie hatte der Pilot dann auch noch ein paar Aufkleber als kleine Erinnerung parat.

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