Mit einem flotten Energie-Flitzer von Hans-Peter Rombach (rechts) wurde die neue, wesentlich leistungsstärkere Stromtankstelle bei Felix Duffner (Mitte) in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme übernahm der Ehrengast dieses Energiewende-Tages, Eva Stegen (hinten). Fotos: Heimpel Foto: Schwarzwälder-Bote

Verein "Energiewende e.V." informiert bei Tag der offenen Tür über alternative Energiegewinnung

Furtwangen (sh). Informationen zur alternativen Energiegewinnung gab es am Samstag in der Innenstadt: Der am 30. September neu gegründete Verein "Energiewende e.V." hatte zu einem Tag der offenen Tür bei Felix Duffner eingeladen.

Neben der Eröffnung einer neuen Stromtankstelle für Elektroautos gab es auch einen Vortrag von Eva Stegen von den Elektrizitätswerken Schönau im Südschwarzwald: sie referierte am Beispiel der Schönauer Strom-Rebellen über Möglichkeiten, selbst beim Thema Energiewende aktiv zu werden. Den Auftakt dieser Veranstaltung bildete allerdings die Eröffnung der neuen Stromtankstelle.

Bereits bisher hatte Felix Duffner eine solche Tankstelle, nicht zuletzt für seine Twike-Mobile. Die neue Tankstelle ist allerdings wesentlich leistungsfähiger: statt 220 Volt Wechselstrom mit 16 Ampere bietet diese nun zusätzlich einmal 32 Ampere mit 360 Volt Drehstrom. In Betrieb genommen wurde die Anlage durch den Ehrengast Eva Stegen.

Das erste Fahrzeug, das hier angehängt wurde, hatte Hans-Peter Rombach mitgebracht, eines von wenigen Modellen, die bereits mit diesem starken Strom geladen werden können. Statt über die ganze Nacht hinweg, reicht hierfür eine einstündige Ladezeit für eine Reserve für fast 200 Kilometer Strecke.

Der zweite Punkt an diesem Morgen war eine Führung durch die komplexe Energieerzeugung von Felix Duffner mit Blockheizkraftwerk, Holzheizung und Solarenergie. Damit werden aktuell noch fünf weitere Häuser in der Nachbarschaft mit Wärme versorgt und der Strom verkauft.

Felix Duffner machte deutlich, dass eine genaue Abstimmung der Leistungsfähigkeit der verschiedenen Heizungstypen aufeinander für einen wirtschaftlichen Betrieb von großer Bedeutung ist: Wenn das Blockheizkraftwerk zu groß dimensioniert ist, geht Wärme unnötig verloren. Wenn es aber zu klein ist, kann man mit dem Holz zwar die Wärme erzeugen, aber nicht den Strom.

Nicht zuletzt ging es bei diesem Tag der offenen Tür aber auch um den noch jungen "Verein e.V.", der einen guten Start hingelegt hat. Mit 13 Mitgliedern vor zwei Wochen gegründet, stieg die Mitgliederzahl inzwischen bereits auf etwa 20. Statt einem Mitgliedsbeitrag zahlen die Mitglieder einer Einlage von mindestens 250 Euro. Damit wird man dann Mitglied im Verein mit vollem Stimmrecht. Der Verein entscheidet dann, in welche Projekte dieses Geld fließt. Sei es in Informationsveranstaltungen, in eine Beteiligung an Projekten mit alternativer Energie oder auch, so das Fernziel, in eigene Projekte.

Beim Ausscheiden aus dem Verein erhält man seine Einlage zurück, vorausgesetzt allerdings, dass gleichzeitig andere entsprechende Einlagen einbringen, sodass das Grundkapital nicht sinken kann. Vorsitzende dieses Vereins sind gleichberechtigt Richard Kugele und Felix Duffner.

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