In der Baumannstraße 13 werden ein Blockheizkraftwerk (neun Kilowatt elektrisch/20 Kilowatt thermisch) und ein Gas-Brennwertkessel installiert. Das BHKW wird voraussichtlich 36 000 Kilowattstunden Strom jährlich produzieren. Außerdem wird ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 6000 Litern eingebaut, um Wärme für den täglichen Warmwasserbedarf zu speichern. Ein BHKW ist besonders effizient, da es nicht nur Strom produziert, sondern auch die entstehende Wärme nutzt. Dadurch muss weniger Primärenergie eingesetzt werden, und die CO2-Emissionen sind deutlich geringer als bei anderen Heizsystemen. "Wir sehen die Anlage als Keimzelle für ein Nahwärmenetz in der Nachbarschaft", sagt Felix Duffner, Vorstand des Vereins EnergieWende und Geschäftsführer der EnergieWende Bretgal UG. "BHKWs sind sehr flexibel und ermöglichen es, das Netz jederzeit zu erweitern. Wer an einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung interessiert ist, kann sich jederzeit bei uns melden. Wir prüfen dann, ob ein Anschluss an das Nahwärmenetz möglich ist." Auf dem Dach der Baumannstraße wird außerdem eine Photovoltaik-Anlage mit zirka 30 Kilowatt peak (kWp) installiert, die etwa 24 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr liefert. Die Bewohner können im Rahmen eines Mieterstrommodells den im Haus erzeugten PV- und BHKW-Strom direkt verbrauchen. Der zusätzlich benötigte Strom kann ebenfalls vom Verein EnergieWende bezogen werden, der einen Bürgerstromtarif anbietet. Der Strom wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert, heißt es in der Mitteilung. Der Einzug der Bewohner ist für Spätsommer 2019 geplant.
Weitere Informationen: zum Wohnprojekt unter www.oekogeno.de/giw-wohnen, zum Verein EnergieWende unter energiewende-ev.de, zur EnergieWendeBregtal UG unter energiewende-ug.de
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