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Furtwangen Nachhaltiges Wohnen lautet das Ziel

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Von Handwerkerferien keine Spur. Auf der Baustelle der Oekogeno GIW eG in der Baumannstraße wird feste gearbeitet. Foto: Reutter Foto: Schwarzwälder Bote

Der Verein EnergieWende aus Furtwangen wird für das Wohnprojekt der Oekogeno GIW eG in der Baumannstraße 13 Wärme und Strom liefern.

Furtwangen. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) wird gemeinsam mit einer PV-Anlage auf dem Dach dafür sorgen, dass die Energieversorgung besonders effizient und nachhaltig ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Um Projekte dieser Art umzusetzen, hat der Verein EnergieWende eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, die EnergieWende Bregtal UG, gegründet. Mit dieser hat die Oekogeno GIW einen Nutzungs- und Wärmelieferungsvertrag abgeschlossen. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit unserem Projekt nachhaltiges Wohnen zu ermöglichen", so Joachim Bettinger, Vorstand der Oekogeno GIW eG. "Dazu gehört auch, dass das Gebäude wenig Energie verbraucht und die benötigte Wärme und der Strom so effizient wie möglich produziert werden. Mit dem EnergieWende e.V. haben wir jetzt den optimalen Partner vor Ort gefunden, dem die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger genau so wichtig ist wie uns."

In der Baumannstraße 13 werden ein Blockheizkraftwerk (neun Kilowatt elektrisch/20 Kilowatt thermisch) und ein Gas-Brennwertkessel installiert. Das BHKW wird voraussichtlich 36 000 Kilowattstunden Strom jährlich produzieren. Außerdem wird ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 6000 Litern eingebaut, um Wärme für den täglichen Warmwasserbedarf zu speichern. Ein BHKW ist besonders effizient, da es nicht nur Strom produziert, sondern auch die entstehende Wärme nutzt. Dadurch muss weniger Primärenergie eingesetzt werden, und die CO2-Emissionen sind deutlich geringer als bei anderen Heizsystemen. "Wir sehen die Anlage als Keimzelle für ein Nahwärmenetz in der Nachbarschaft", sagt Felix Duffner, Vorstand des Vereins EnergieWende und Geschäftsführer der EnergieWende Bretgal UG. "BHKWs sind sehr flexibel und ermöglichen es, das Netz jederzeit zu erweitern. Wer an einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung interessiert ist, kann sich jederzeit bei uns melden. Wir prüfen dann, ob ein Anschluss an das Nahwärmenetz möglich ist." Auf dem Dach der Baumannstraße wird außerdem eine Photovoltaik-Anlage mit zirka 30 Kilowatt peak (kWp) installiert, die etwa 24 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr liefert. Die Bewohner können im Rahmen eines Mieterstrommodells den im Haus erzeugten PV- und BHKW-Strom direkt verbrauchen. Der zusätzlich benötigte Strom kann ebenfalls vom Verein EnergieWende bezogen werden, der einen Bürgerstromtarif anbietet. Der Strom wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert, heißt es in der Mitteilung. Der Einzug der Bewohner ist für Spätsommer 2019 geplant.

Weitere Informationen: zum Wohnprojekt unter www.oekogeno.de/giw-wohnen, zum Verein EnergieWende unter energiewende-ev.de, zur EnergieWendeBregtal UG unter energiewende-ug.de

Die Oekogeno eG ist eine der größten Bürgerbeteiligungs-Genossenschaften in Deutschland. Sie setzt für ihre über 15 000 Mitglieder zukunftsweisende Projekte im Sinne einer solidarischen Gemeinwohlökonomie um. Dabei werden insbesondere nachhaltige ökologische und soziale Projekte und Initiativen gefördert und unterstützt. Außerdem werden eigene innovative Vorhaben entwickelt und umgesetzt. Die Mitglieder können sich an allen Projekten direkt beteiligen. In den vergangenen zehn Jahren haben über 3000 Anleger rund zwölf Millionen Euro in der Genossenschaft angelegt. Die Wertschöpfung lag bei zirka 30 Millionen Euro. Das Projektvolumen hat sich 2016 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und wird bis 2018 voraussichtlich 110 Millionen Euro betragen, heißt es in einer Mitteilung. Die Oekogeno eG hat für die Realisierung des Wohnprojekts Baumannstraße 13 eine eigene Genossenschaft, die Oekogeno GIW eG, initiiert. Sie hat das Grundstück gekauft, ist Bauherrin, Eigentümerin sowie Betreiberin der Immobilie. Sie hält die Wohnungen im Bestand und vermietet diese (per Nutzungsvertrag) an die Genossenschaftsmitglieder. Ziel ist es, den Bewohnern eine weitgehende Selbstverwaltung und Selbstorganisation zu ermöglichen.

 
 

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