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Furtwangen Musizieren als Schutz vor Demenz

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Anna Lotz und Melvin Busch bei den Voreinstellungen vor der Aufnahme.Foto: HFU Foto: Schwarzwälder Bote

Aktives Musizieren kann Erinnerungen besonders stark auslösen und so zum nachhaltigen Wohlbefinden von Menschen mit Demenz beitragen. Nicht zuletzt deshalb ist das Anhören und Singen von Liedern ein wichtiger Bestandteil der Biografie- und Erinnerungsarbeit.

Furtwangen. Eine große Herausforderung besteht bei der Einbindung von Musik zur Behandlung darin, dass moderne Musikaufnahmen oft nicht für diese Personengruppe – und insbesondere nicht zum Mitsingen – geeignet sind. Die Lieder werden zu schnell, zu hoch oder zu "verkünstelt" aufgenommen. Ein weiteres Problem stellt das Urheberrecht dar. Für die Nutzung kommerzieller Werke bedarf es in der Regel einer ausdrücklichen Genehmigung der Rechteinhaber.

Das Team des Projekts "RemeMTI" an der Hochschule Furtwangen (HFU) hat sich aus diesen Gründen dazu entschieden, ausgewählte Stücke selbst aufzunehmen. Nur so können besonders demenzfreundliche und wirksame Aufnahmen erstellt werden. Hierzu wurden bekannte (Volks-)Lieder ausgewählt, deren Urheber seit mehr als 70 Jahren verstorben sind und die damit als "gemeinfrei" gelten.

Für die Aufnahmen haben sich die Studierenden Anna Lotz und Nico Müller aus dem Musikreferat der HFU und Ilse Stöckl vom evangelischen Kirchenchor Furtwangen zusammengetan und gemeinsam im Tonstudio der Fakultät Digitale Medien musiziert. Instrumental begleitet wurden die Lieder von Ilse Stöckl auf dem Klavier. So konnten zunächst die drei Lieder "Die Gedanken sind frei", "O du fröhliche" und "Hejo, spann den Wagen an" als dreistimmige Kanons mit Hilfe des Tonassistenten Melvin Busch aufgenommen werden. Organisiert wurde das Teilprojekt von Ramona Kienzler aus dem "RemeMTI"-Projekt. Für die Zukunft sind weitere Aufnahmen, voraussichtlich mit der Musikhochschule Trossingen, geplant.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt "RemeMTI" befasst sich mit der Entwicklung einer Tablet-basierten App zur ganzheitlichen Unterstützung des Biografiearbeit- und Erinnerungspflegeprozesses. Ziel ist die Entlastung der Betreuungspersonen und die Förderung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz.

Die eingesungenen Lieder ergänzen neben weiteren digitalen Medien, wie Bildern und Videos, den Content-Pool der Erinnerungspflege-App. Für eine geplante Studie werden Pflegeeinrichtungen gesucht. Diese können die App kostenfrei testen.

Weitere Informationen: Ausfkünfte gibt Ramona Kienzler, Telefon 07723/9 20 29 76, E-Mail an kina@hs-furtwangen.de,

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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