Jacques Barthillat regt sich über "blumige Worte" der Politiker auf. Foto: Archiv

Barthillat: "Wir müssen für Kulturfabrik ab 2013 anderthalb mal so viel Gebühren zahlen."

Furtwangen - Bereits am 2. Mai hatte Jacques Barthillat von der "Kulturfabrik" im Anschluss an eine Diskussionsrunde der CDU in der Vöhrenbacher Festhalle an den Vorstand der GEMA, Georg Oeller, geschrieben. Kopien gingen an Staatsminister Bernd Neumann und die CDU-Abgeordneten Siegfried Kauder und Karl Rombach.

 

Gegenstand war eine Neufestsetzung der GEMA-Gebühren, wodurch gerade Kleinkunstbühnen erheblich mehr belastet werden als bisher (wir berichteten).

Nach einer vorliegenden Rechnung Barthillats würde der Verein "Uhr und Kultur" ab 2013 das anderthalbfache der bisherigen Beiträge entrichten müssen.

In besagter Veranstaltung war dagegen behauptet worden, dass die Beiträge in 60 Prozent der Fälle reduziert würden und ansonsten gleich blieben.

"Eigentlich hatte ich mit einer Antwort zumindestens der GEMA gerechnet, da mir Georg Oeller das bei der Veranstaltung in Vöhrenbach zugesagt hatte", meint Barthillat.

Vor etwa drei Wochen erhielt er nun vom Büro des Staatsministers Neumann eine Mail, in der ihm mitgeteilt wurde, "dass mein Schreiben eingegangen sei und geprüft werde". Das war's dann aber auch schon mit Antworten. Dabei hatten sich Barthillats Befürchtungen hinsichtlich der GEMA-Gebührenneuordnung, die er bei der CDU Veranstaltung geäußert hatte, bedauerlicherweise bestätigt. Eben das legt er in dem Schreiben an die genannten Herren dar.

"Die blumigen Worte und Aussagen von Georg Oeller und Siegfried Kauder, was sie doch geleistet hätten, um Kleinveranstalter wie die Kulturfabrik zu entlasten, waren nichts weiter als Schall und Rauch", ärgert sich der Betreiber der beliebten Bühne.

"Mir ist sehr wohl bewusst, dass wir als Verein Uhr & Kultur in Furtwangen an der ›großen‹ Politik nichts ändern können.

Nichts desto trotz kann es meiner Ansicht nach nicht sein, dass wir alles widerspruchslos über uns ergehen lassen müssen."

Mit all den Beschränkungen, Einschränkungen, Verordnungen, Gesetzen und Anordnungen werde einem Verein wie "Uhr und Kultur" das Organisieren ohnehin schon schwer genug gemacht.

Und das gelte mit Sicherheit für alle anderen Vereine auch.

"Die Fensterreden und das wohlmeinende Schulterklopfen politischer ›Würdenträger‹ für das angeblich so wichtige Ehrenamt stinken mir schon seid geraumer Zeit ganz erheblich, da sie nichts weiter sind als leeres Geschwätz‹", schreibt Barthillat