Mit viel Schwung trat der Laetitia Chor bei seinem Benefizkonzert im OHG auf. Taktgeber war Regina Aust, die als musikalischer Motor wirkte. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Benefizkonzert zu Gunsten der Bregtalschule ein Erfolg / Dirigentin Regina Aust reißt mit

Von Siegfried Kouba

Furtwangen. Von Erfolg war das Benefizkonzert des Laetitia-Chores im Otto-Hahn-Gymnasium gekrönt. Geboten wurde eine ganze Gospel-Serie; Ausnahme waren afrikanische Songs und die celtic celebration "Riversong" von Roger Emerson mit glanzvoller Piano-Einleitung.

Erfreulich war, dass die Sänger(innen) alle Texte auswendig beherrschten. Schwungvoll wurden die einzelnen Nummern wiedergegeben. Treibende Kraft war die jugendlich wirkende Regina Aust.

Ihre Intention, ihr Gestaltungswille und ihr musikalischer Ausdruck übertrugen sich auf den Chor. Äußerst lebendig war ihr Dirigierstil, der mitriss. Nichts klang fade, auch wenn man die Stücke schon x-mal gehört hatte. Zwei Instrumentalisten ergänzten das Ganze vorzüglich.

Kein Unbekannter ist der Pianist Gustav Off, ein Jazzer par excellence mit virtuosem Anspruch. Er brachte Farbe hinein und wirkte gestalterisch mit. Erfreulich glichen sich die Djembé-Klänge von Emmed Elly an, der gefühlvoll mit dem westafrikanischen Instrument umzugehen wusste und die rhythmische Basis liefert. Zu seinen Trommelschlägen marschierte der Chor effektvoll in die OHG-Aula ein.

Dann folgte zügig das von Gerhard Dilger moderierte Programm, das unter dem Titel "What a wonderful world" hätte stehen können. Lebensfreude und Glaubensüberzeugung stand hinter den Gospels und als Raritäten wurden Gesänge aus Togo und Ghana geboten wie "Mida ´kpena" oder das wiegende "Maye komm", das auf Schwingen in andere Sphären trug.

Natürlich durfte das ebenfalls a-capella gesungene südafrikanische "Nkosi sikeleli" nicht fehlen. Neben anderen Solisten kam die Heike Wahl bestens beim Publikum mit ihrer jugendlichen Stimme bei "Morning has broken" an, ausgezeichnet durch den Pianisten Off begleitet.

Ein wahrer Renner wurde das fetzige "This little light of mine", das sichtbar Begeisterung auslöste. Als Spätzünder ging der Zug mit "The Gospeltrain is coming" ab, doch der erheiternde Pfiff wurde auch nach dem Gesangsvortrag akzeptiert, gefolgt von dem gefühlvollen "Make my day, make my night". Friedliche Stimmung verbreitete auch das "Burden down my Lord", genau wie das rhythmisch geteilte "Deep River".

Die dynamische Bandbreite wurde schon bei "I`m gonna sing" verdeutlicht und beeindrucken konnte neben anderen auch "What shall we do, oh Lord". Alles endete in der Zugabe "Good night sweet heart".

"Gute Nachrichten sind aktuelle Nachrichten, da sie Neues mitbringen", meinte Olaf Rink, Leiter der Bregtalschule bei seiner herzlichen Begrüßung. Er leitete die Meinung von dem Gospel-Titel "Good news" ab, die gute Botschaft der Bibel, die den Laetitia-Chor mit seiner Dirigentin Regina Aust animierte, das Benefizkonzert für den Freundeskreis der Bregtalschule zu starten. Damit werde die Konzertreihe des "White Gospel Projects" fortgesetzt, das schon traditionell seit einigen Jahren in der altkatholischen Kirche auftrat.

Rinks Dank galt den 35 Sänger(innen) sowie den Abiturienten, die für die Bewirtung der zahlreichen Besucher sorgten. Zum Schluss gab es für Dirigentin und Musiker Blumen und "Flüssiges", der Chor erhielt als Dankeschön sogar einen ganzen Korb Sekt mit Knabbersachen für die Erholungspausen.

Der nächste Auftritt des Chores wird am 9. Januar sein, wenn "Der vierte König" in der Pfarrkirche St. Cyriak aufgeführt wird. Eine bereits aufgenommene CD sucht Käufer.