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Furtwangen Fundgrube nicht nur für Liebhaber

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Ein recht großes Puppenhaus ist Bestandteil des Arche-Schatzes. Der Arzt Fritz Guttenberg fertigte es für seine Kinder. Aufgestellt wurde es an Weihnachten.Fotos: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

Das Museums-Gasthaus "Arche" ist eine wahre Fundgrube, die zahlreiche Aspekte heimatlichen Lebens beleuchtet. Stolz ist Museumsleiterin Elke Schön auf die ungezählten Exponate, zu denen auch ein recht großes Puppenhaus des Arztes Fritz Guttenberg gehört.

Furtwangen. Das Ehepaar Guttenberg war bestens bekannt. Viele begegneten Fritz Guttenberg als Landarzt, als Enthusiasten des Skisports, als einsatzfreudigen Helfer und gestandenen Mann. Als Mediziner wurden seine treffsicheren Diagnosen bewundert, und im Furtwanger Erscheinungsbild fiel er durch seine "Stumpen" auf. Manch Anekdote war im Umlauf, und im Winter scheute er nicht, in abgelegensten Dobeln Notdienste zu verrichten oder bei Geburten zu helfen. Eng war er mit der 1924 gegründeten Bergwacht verbunden.

Er konnte aber auch kritisch sein und beklagte das "Rauf und Runter" an Skiliften. Er empfahl, den Körper durch Steigen auf die Höhen aufzuwärmen und dann vom Hang runterzurauschen. Das würde die zahlreichen jährlichen Knochenbrüche dezimieren.

Geschichte dokumentiert

Guttenberg wurde 1908 in Freiburg geboren und verstarb 1971 in Donaueschingen. Seine Ehefrau Jenny (1907 bis 1992) war Lehrerin und stammte aus Frankfurt. Eine künstlerische Veranlagung ließ sie Zeichnungen, Malereien und Majolika-Geschirre gestalten. In manchem Haushalt bezeugen Bilder und Wandteller ihr Talent.

Die "Arche" bekam 2018 ein besonderes Geschenk von Gabriele und Horst Siedle – ein 79-teiliges Service, das kunstvoll mit heimischen Motiven gestaltet ist. Bescheinigt wurde: "jedes Stück ist ein Unikat". Auch Kinderbücher und zeitgeschichtliche Zeugnisse hinterließ die eifrige Künstlerin.

Puppenhaus gestiftet

Ein weiteres Geschenk an den Geschichts- und Heimatverein und somit an die Arche ist das recht große Puppenhaus, das Fritz Guttenberg für seine Kinder bastelte und vor rund sechs Jahren durch Sohn Michael Guttenberg übergeben wurde. Es stand das Jahr über auf der Tenne des Hauses am Sommerberg. Zur Weihnachtszeit wurde es im Wohnbereich aufgestellt und hatte quasi Krippencharakter.

Die Details reichen vom Parterre bis unters Dach. Einladend sitzt an der Frontseite ein Trachtenpärchen auf einer Bank. Blumenschmuck ziert die typischen Schwarzwald-Fenster mit quadratischen Holzleisten. Nicht fehlen dürfen der Hühnerstall und die Hundehütte. Schafe ergänzen die Idylle. Eine Milchkanne ist als kleines Accessoire zu entdecken und die offene Rückseite des Hause gewährt eine Blick in das Innere. Da kann man ein Spinnrad, eine Wiege, eine Bettstatt oder ein Holzfass sehen. Ein Baderaum mit Wanne, Waschbecken und Toilette darf bewundert werden, ergänzt durch die Besenkammer, in der Putzeimer, Wischlappen, Besen oder ein "Bohnerblocker", der heutzutage nicht mehr bekannt ist, zu finden sind.

Sonderausstellung zu sehen

Die Exponate der Sonderausstellung "Kindheit und Jugend in Furtwangen – lang vor dem iPhone" werden in der "Arche" gezeigt, sobald dies Corona-bedingt wieder möglich ist, so teilt die Museumsleiterin Elke Schön vom Geschichts- und Heimatverein mit.

Die Ausstellung zeige, wie Kinder und Jugendliche früher heranwuchsen, wie sie ihre Freizeit gestalteten und welche Spielzeuge zur Verfügung standen. Die Entwicklung der Kindergärten und des Schulwesens sowie Sport und Freizeit sind Themen.

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