Die neue Drehleiter wird geweiht, ein Bild aus dem Jahr 1999. Im Korb der Leiter stehen unter anderem auch der damalige Bürgermeister Richard Krieg und Pfarrer Josef Beha.Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Neue Drehleiter / Haupterversammlungen nun online / Besetzung des Feuerwehrausschusses

Gleich zweimal stand in der Sitzung des Furtwanger Gemeinderates die Feuerwehr auf der Tagesordnung. Die Anschaffung einer neuen Drehleiter sowie die Überarbeitung der Feuerwehrsatzung waren Themen.

Furtwangen. Bei den beiden im Gemeinderat besprochenen feuerwehr-spezifischen Themen wurde vorrangig der Auftrag für eine neue Drehleiter für 685 000 Euro vergeben.

Dem folgte eine Überarbeitung der Feuerwehrsatzung der Stadt Furtwangen. Nötig wurde Letzeres wieder einmal wegen der Coronapandemie. Denn wie beim Gemeinderat bereits beschlossen soll auch die Feuerwehr die Möglichkeit haben, ihre offiziellen Sitzungen vor allem die Hauptversammlungen online abzuhalten.

Dieser Punkt drängt. Denn die anstehenden Hauptversammlungen der Gesamtwehr wie der Abteilungen konnten bisher nicht durchgeführt werden, obwohl hier wichtige Personalentscheidungen auf der Tagesordnung stehen. Künftig können also diese Versammlungen auch per Videokonferenz durchgeführt werden.

Außerdem wurde dann bei dieser Gelegenheit auch die Besetzung des Feuerwehrausschusses neu geregelt, wobei man hier die schon bisher übliche Praxis nun in der Satzung festschrieb.

Besonders interessant für die Furtwanger Feuerwehr war aber natürlich die Beschaffung der neuen Drehleiter, die das 1999 in Dienst gestellte Fahrzeug ersetzen soll. Daher war auch Gesamtkommandant Jochen Löffler in der Gemeinderatssitzung anwesend.

EuropaweiteAusschreibung

Bei dieser Beschaffung gingen die Feuerwehren im Schwarzwald-Baar-Kreis einen neuen Weg, um hier durch gemeinsame Aktionen Synergie-Effekte zu nutzen. Eine solche Anschaffung muss europaweit ausgeschrieben werden, was auch mit viel bürokratischen Aufwand und damit Kosten verbunden ist.

Nun hatte man sich entschieden, gleich acht Drehleitern, davon fünf für den Schwarzwald-Baar-Kreis, zusammen in einem gemeinsamen Verfahren auszuschreiben.

Die Ausschreibung erfolgte am 30. Oktober, am 1. Dezember wurden die Angebote eröffnet. Dabei gab es zuerst einmal einen relativ kleinen Auftrag für die Ausrüstung des Fahrzeuges. Hier gab es zwar zwei Angebote, das zweite konnte aber aufgrund rechtlicher Mängel nicht berücksichtigt werden. Den Auftrag für 20 600 Euro erhielt die Firma Wilhelm Barth. Für das Fahrzeug selbst gab es zwei Angebote.

Bei der Auswahl war hier nicht nur der Preis entscheidend, sondern auch eine Bewertung des Angebots nach einem umfangreichen Punkte-Katalog. Den Zuschlag erhielt die Firma Rosenbauer in Luckenwalde für 663 000 Euro, wobei die Bewertung nach Punkten im Vergleich zum zweiten Angebot nur geringfügig besser war. Bei dieser Vergabe konnte die Verwaltung auch noch eine positive Entwicklung berichten: im Haushaltsplan 2021 sind für die Beschaffung der Drehleiter 750 000 Euro vorgesehen, vergeben wurden die beiden Aufträge nun für 685 000 Euro und damit noch deutlich unter dem Ansatz im Haushaltsplan.

Darüber hinaus liegt auch der Zuschussbescheid vor: die Stadt erhält für die Beschaffung des Fahrzeuges einen Landeszuschuss in Höhe von 254 000 Euro. Darüber hinaus soll die alte Drehleiter, die noch in einem "ordentlichen Zustand" ist, verkauft werden. Hier wird laut Haushaltsplan ein Verkaufserlös von 50 000 Euro erwartet.

Ein Liefertermin liegt noch nicht vor. Erfahrungsgemäß geht man allerdings aktuell bei Lieferung von Feuerwehrfahrzeugen von einer Lieferzeit von einem Jahr und mehr aus.

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