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Furtwangen Es gibt Konterbier statt Morgenyoga

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Magdalena Schweizer (links) und Pia Göser sind Teil des Organisationsteams für das AMS-Camp. Foto: Eich Foto: Schwarzwälder Bote

Der Zeltplatz am Stöcklewaldturm ist am Wochenende wieder Schauplatz eines besonderen Camps. Beim "Action, Mond und Sterne" geht es um Politik, Kultur und Musik.

Furtwangen. Hunderte Besucher aus ganz Deutschland und selbst aus dem Ausland werden zwischen Donnerstag und Sonntag beim zehnten selbstorganisierten AMS-Camp der Kulturwerkstatt Simmersfeld erwartet. Für das selbstorganisiertes Camp mit Vorträge und Diskussionen sowie einem Kulturprogramm mit Theater und Musik laufen bereits seit dem Samstag die Vorbereitungen vor Ort.

Wie Magdalena Schweizer und Pia Göser vom Organisationsteam erklären, sorgen über 80 Helfer für einen reibungslosen Aufbau. So gilt es auf dem Zeltplatz, Bühnen und zahlreiche Zelte aufzubauen, die als Plattform für Veranstaltungen unterschiedlichster Art dienen. "Wir haben mittlerweile Helfer aus dem ganzen Land", freut sich Göser über den Zulauf.

Ein neues Notfallkonzept soll zudem gewährleisten, dass man auch bei unvorhergesehenen Ereignissen bestens gewappnet ist. "Vergangenes Jahr hatte uns ein heftiges Gewitter überrascht, darauf sind wir jetzt vorbereitet", so Schweizer.

Den Organisatoren ist nicht nur beim Aufbau, sondern auch während des gesamten Camps das Miteinander besonders wichtig, Ausgrenzung oder eine starre Rollenverteilung sind den Menschen hier fremd. Männer kümmern sich ums Handwerkliche und Frauen stehen in der Küche? Nicht beim AMS-Camp. So gibt es beispielsweise ein Baustellenteam mit Frauen, Lesben, trans- sowie intersexuellen Menschen, bei dem der "emanzipatorische Charakter" im Vordergrund stehen würde. Zusätzliche Parkflächen und Abstimmungen mit Nachbarn sollen außerdem dafür sorgen, dass darüber hinaus das Miteinander mit Anliegern reibungslos verläuft.

Und inhaltlich? Wie in den vergangenen zehn Jahren (das Camp wurde zuvor in Simmersfeld veranstaltet und findet seit 2016 im Stöcklewald statt) steht Kritik an Geschlechterverhältnis, Kapitalismus und Nationalismus im Vordergrund. Angeboten werden hierzu unter anderem zahlreiche Vorträge und Workshops. Ansonsten erwarten die Organisatoren internationale Künstler aus dem Bereich Musik und Theater. Alleine rund 20 Bands werden entweder im "Punxpalast" mit dem Motto "Konterbier statt Morgenyoga" oder auf der Waldbühne, auf welcher zudem Acts aus dem Bereich Theater und Darstellung dargeboten werden, auftreten. Denn der Spaß und die Unterhaltung soll trotz des politischen und gesellschaftkritischen Charakters nicht zu kurz kommen.

Dass das Konzept und die Umsetzung Anklang findeen, erfahren die Organisatoren übrigens nicht nur aufgrund des Zulaufs. Das AMS-Camp hat in diesem Jahr auch den Pinkus-Preis, den Kulturpreis der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in Baden Württemberg erhalten. Das Preisgeld wurde direkt in das diesjährige Budget gesteckt und kommt dem Camp wieder zugute.

Weitere Informationen: www.amscamp.de Ein direkter Kontakt zum Orga-Team ist über die Telefonnummer 077238739911 möglich.

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