Ein kleines Gerät ist dieses Blockheizkraftwerk, das durch den Verein "Energiewende Bregtal UG" im Oekogeno-Bau effektiv betrieben wird. Felix Duffner (links) gibt umfangreiche Informationen vor Ort. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

Führung: Verein informiert über Wärme- und Stromnutzung

Furtwangen. Der Verein "Energiewende" informierte vor Ort über die Wärme- und Stromnutzung im Gebäude Baumannstraße 13 der Genossenschaft Oekogeno. Felix Duffner gab zunächst Auskunft über den Verein, zu dem 50 Mitglieder gehören. Der Vorstand besteht aus Odin Jäger, Richard Kugele und Felix Duffner, der gleichzeitig Geschäftsführer ist.

Der eigentliche Energieversorger ist die "Energiewende Bregtal UG". Projekte werden im Einvernehmen der Mitglieder und deren finanziellen Einlagen verwirklicht. Der Verein ist Mitglied im "Die Bürgerwerke" mit Sitz in Heidelberg mit 100 Genossenschaften, die deutschlandweit Ökostrom anbieten. In Furtwangen setzt man auf zehn Prozent Sonnen- und Windenergie; mit weiteren 90 Prozent auf Wasserkraftenergie, die momentan aus Bayern bezogen wird. Im Heimatort gibt es derzeit drei Projekte mit Blockheizkraftwerken. Im Mehrgenerationenhaus läuft das Energieprojekt über eine Solarstromanlage mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlage – "Strom aus Dach und Keller", wie Felix Duffner meinte, und er stellte das im Untergeschoss untergebrachte Blockheizkraftwerk vor.

Oekogeno überließ der "Energiewende" als Verein vor Ort die Realisation des Wärme- Verbundsystems, um Wasser, Strom und Wärme effektiv und optimal zu nutzen. Das Hauptgerät mit "Puffer", einem Tank als Wärmespeicher mit angeblich rund 50 Jahren Lebensdauer, bedürfe nur rund alle zwei Jahre der Wartung. Bereits seit diesem Sommer ist das System in Betrieb, das zur Bautrocknung (Estrich) benötigt wurde.

Hohe Wärmedämmung und effiziente Energienutzung machen das Wohnen attraktiv. Als Brennstoff wird mit Ökogas aus Zuckerrübenabfall gemischtes Erdgas verwendet. Duffner sieht visionär Vollversorgung durch Wind- und Sonnenenergie. Traditionell wird man die Wärme-Kraft-Koppelung benötigen. Zunehmend wird die Speicherung von Energie an Bedeutung gewinnen.

Die Kombination von Erdgasnetzen, Zuspeisung durch Wind- und Sonnenergie, Stromumwandlung in Gas, Zwischenspeicherung und Umwandlung von Wasserstoff zu Methan sieht er als Zukunftsmodell. Langfristig ist auch die Versorgung von benachbarten Gebäuden angedacht. Eine autarke Versorgung sieht Duffner kritisch, denn das Recht der Stromeinspeisung will er sich nicht nehmen lassen. Hinter allem steht auch ein sozial-politischer Gedanke: "Bürger sollen nicht nur Konsumenten, sondern auch Produzenten sein". Das System der "Energiewende" ist attraktiv durch halbierte Grundgebühr für die Bewohner, die natürlich individuell Anbieter nutzen können, vom Vor- und Rücklaufsystem profitieren und eine direkte Verbrauchsablesung durch Durchlauferhitzer haben.

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