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Furtwangen Ein Plädoyer für unabdingbare Verständigung

Von
Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

Furtwangen. "Wandel der Kommunikation im digitalen Zeitalter" lautete das Thema des Villinger Medienprofessors Michael Hoyer, der am Otto-Hahn-Gymnasium zur Schule ging und an der HFU studierte beim Neujahrsempfang.

Er stellte zunächst fest: "Die kommunikativen Zeiten ändern sich – und wir uns mit ihnen." Er beschrieb den Generationenwechsel mit allem Für und Wider und zog als Fazit: "Don’t manage me, understand me."

Er stellte fünf Generationen dar: die „Traditionalisten“ (1945 bis 1954), die dem Management vertrauten, loyale Arbeitnehmer waren und klare Vorgaben erwarteten; die "Baby Boomer" (1955 bis 1965), die Zucht und Ordnung, Wirtschaftswunder und Workaholic kannten, gefolgt von der "Generation X" als Null-Bock-Gesellschaft mit Wohlstand und zum selbständigen Arbeiten neigend. Dann kam die "Generation Y" (1980 bis 1994), hineingeboren in Klimawandel, Globalisierung, Terrorismus und antiautoritäre Erziehung. Ein Leben ohne Internet und Handy – nicht vorstellbar.

Und da steht sie, die "Generation Z" ab 1995, die Arbeit nur als Teil des Lebens kennt und hypervernetzt sein will. Während ältere Menschen von modernen Medien noch keine Ahnung hatten, sind sie bei der Jugend Selbstverständlichkeit.

Hoyer plädierte daher für eine unabdingbare Verständigung. Früher wurden Informationen weiter gegeben, die verstanden wurden. Heute sei auch der Bauch gefragt: Man muss verstanden und akzeptiert werden. "Früher war nichts besser, aber anders", meinte er, denn jede Generation habe ihre Ausprägung durch historische, kulturelle Ereignisse, gesellschaftliche Trends oder Digitalisierung. Kommunikationszentrum war früher die typische Dorfkneipe – heute sei ultimative Vernetzung gewünscht, wobei das Handy ständiger Begleiter, auch trotz Verbots am Arbeitsplatz, ist. Acht Sekunden nur dauert die Erinnerungszeit, in der Kommentare abgegeben werden – dann ist alles vorbei, so Hoyer.

Die "Generation Z" kann kaum noch schriftlich kommunizieren und bleibt zwei bis drei Jahre bei einer Firma. Ein Arbeiter mit 50 Jahren Erfahrung sei Gold wert. Verlasse er den Betrieb, gelte es, die Lücke zu füllen. Gegenseitiges Verständnis, kombiniert mit Kommunikation in allen Bereichen sei wichtig. Jederzeit und überall seien Infos gefragt, die allerdings hinterfragt gehörten und über einen "easy" oder einen "hard way" möglich seien, verbunden mit der Frage: Will man Recht haben oder gewinnen? Worte bekommen Flügel, wenn sie beflügeln, so Hoyer.

Ihre Redaktion vor Ort Furtwangen

Jürgen Liebau

Fax: 07723 4522

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