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Furtwangen Die Narren trauern

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In diesem Jahr übernahm es ausnahmsweise Christof Winker, die Trauerrede auf die verflossene Fasnet am Narrenbrunnen zu halten, nachdem Narrenpräsident Roland Wehrle erkrankt war. Unser Bild zeigt (hinten von rechts) Zunftmeister Dirk Friese, Christof Winker und Bürgermeister Josef Herdner. Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Furtwangen. Die Fasnet ist nun endgültig vorbei: Am Abend des Aschermittwochs zogen die Narren zum Narrenbrunnen, um hier ihre geleerten Geldbeutel zu waschen. Anschließend wurde der Narrenbaum gefällt.

Pünktlich um 19 Uhr setzte sich der Zug der Trauergäste an der "Alten Färbe" in Bewegung. Dazu erklang der Narrenmarsch, allerdings in einer besonders traurigen Version. Die Narren selbst hatten alle schwarze Kleider an und Taschentücher in der Hand, um die Tränenflut aufzufangen. Am Narrenbrunnen ergriff Christof Winker, der ehemalige Zunftmeister, das Wort. Inzwischen seit 45 Jahren findet in Furtwangen diese Geldbeutelwäsche statt. Allerdings muss er nun diese Aufgabe übernehmen, da Narrenpräsident Roland Wehrle, der sonst eigentlich immer diese Ansprache hielt, erkrankt auf dem Sofa liege. Die schöne Fasnetszeit sei zu Ende, doch der Gang zu diesem letzten Akt sei allen schwergefallen. Erfreulich sei, dass wenigstens der Brunnen mit Schwarzwaldwasser laufe. Er wünschte sich aber auch, "dass bald mol leuchtesch in der Nacht!"

Denn im vergangenen Jahr konnten schon 5000 Euro für die Beleuchtung gesammelt werden, aber noch immer leuchtet es hier nicht. Doch er sei zuversichtlich dass der Brunnen bald farbenfroh leuchte. Dann werde hoffentlich auch der Gemeinderat endlich einsehen, dass hier ein besonderes Highlight existiert, und man hier eine Ruhezone einrichtet. Nicht zuletzt seien parkenden Autos für ältere Kinder eine Gefahr, wie die Narren schon seit Jahren immer wieder betonen.

Christof Winker hielt noch einen Rückblick auf die verschiedenen Ereignisse der Fasnet, die durchweg gelungen waren: "Mensch, war doch unsre Fasnet schee!" Nicht zuletzt das Porträt der Furtwanger Fasnet im SWR Fernsehen war ein weiterer Höhepunkt. Nachdem Bürgermeister Josef Herdner von Zunftmeister Dirk Friese endlich den Rathausschlüssel wieder erhalten hatte, konnten die Narren dann noch ihre über Fasnet geleerten Geldbeutel unter großem Jammern im Brunnen waschen. Doch das sei nicht das Ende, so Christof Winker: "’S goht degege. In 9125 Stunden stehen wir zum Usriefe der neuen Fasnet hier!" Schließlich ging es auf den Marktplatz. Hier übernahmen es die Narrenbaumsetzer, die vor knapp drei Wochen den Narrenbaum aufgestellt hatten, ihn fachgerecht zu fällen. Er wurde dann versteigert, glücklicher Besitzer des Narrenbaums für einen Versteigerungserlös von 120 Euro ist Stefan Schonhardt.

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