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Furtwangen Die Königsklasse der feinen Uhrmacherei

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Das Objekt des Monats August im Deutschen Uhrenmuseum: ein "fliegendes Tourbillon". Konstrukteur war der Uhrmacher Hans Köhsl an der damaligen Badischen Uhrmacherschule. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

Furtwangen (kou). Als Objekt des Monats August wird im hiesigen Deutschen Uhrenmuseum "das fliegende Tourbillon" vorgestellt. Es handelt sich um ein Gangmodell, das Hans Köhsl in der Badischen Uhrmacherschule 1933 baute.

Das Uhrenmuseum schreibt dazu: "Beim Wort Tourbillon schlagen die Herzen der Taschenuhrenliebhaber schneller. Es gilt als Königsklasse der feinen Uhrmacherei. Doch was ist das Tourbillon eigentlich? Herz eines Taschenuhrwerks ist die Hemmung mit der schnell schwingenden Unruh, die das Räderwerk regelmäßig auslöst und stoppt. Je nach Lage der Taschenuhr unterliegt die Unruh jedoch unterschiedlichen Störungen. Mit dem Tourbillon fand Abraham Louis Breguet um 1800 eine Lösung: er ließ die Hemmung mitsamt der schwingenden Unruh langsam um sich selbst drehen, so dass die Lagestörungen sich ausglichen. Der Glashütter Uhrmacher Alfred Helwig entwickelte in den 1920er-Jahren sogar ein fliegendes Tourbillon. Dieses dreht sich scheinbar frei schwebend über dem Werk."

Uhrmacher Köhsl beeindruckte die Konstruktion Helwigs und baute das nun ausgestellte Gangmodell. Der im Internet erschienene Blog des Museums gibt weitere Auskünfte und zeigt per Video wie das "Herz" funktioniert. Es geht auf den berühmten Abraham Louis Breguet (1747-1823) zurück, ein Schweizer Tüftler, Uhrmacher und Mechaniker. Er ließ sich vom "Quirl" inspirieren und sein Tourbillon sorgte für beste Ganggenauigkeit von Taschenuhren. Seinen Namen trägt immer noch eine weltbekannte Uhrenmanufaktur, die wertvolle Zeitmesser herstellt.

Der Erfinder des "fliegenden" Tourbillon Helwig schrieb über sein Produkt: "Als sehr schön empfindet man hierbei, dass nicht durch einen oberen Kloben etwas von der Laterne verdeckt wird.

Das Aussehen eines derartigen Taschen-Tourbillons ist bestechend." Die Kunstwerke sind elegant anzusehen, bedürfen präziser Konstruktion, aber bergen trotzdem Fehlerquellen. An der hiesigen Staatlichen Uhrmacherschule war es Hans Köhsl gelungen, ein erfolgreiches Modell herzustellen, das nun der Öffentlichkeit gezeigt wird.

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