Fröhlich ist bei diesem sonst traurigen Anlass nur einer: Bürgermeister Josef Herdner erhält endlich wieder den Rathausschlüssel von der stellvertretenden Zunftmeisterin Dagmar Ganter zurück.Fotos: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Abschied: Fasnet ist Geschichte / Narrenbaum gefällt

Von Stefan Heimpel

Furtwangen. Nun ist die Fasnet 2020 endgültig Geschichte: Am Abend des Aschermittwochs machten die Narren deutlich, dass die närrische Zeit vorbei ist, denn ihre Geldbeutel sind leer. Auch der Narrenbaum wurde gefällt. In schwarzer Trauerkleidung und begleitet von einigen Musikern, die den Narrenmarsch als Trauer-Musik spielten, machten sich die Narren auf den Weg zum Narrenbrunnen. Roland Wehrle hielt die Traueransprache. Er griff verschiedene Themen auf, wie beispielsweise die Hansili mit ihren Fröschen. Auch der Sturm Sabine hatte massive Auswirkungen auf die Furtwanger Fasnet, da wegen ihr der Narrenbaum wieder gefällt werden musste. Daher war es nun schon der zweite Narrenbaum, der nun an diesem Abend endgültig fallen und damit das Ende der Fasnet besiegeln sollte. Thema war auch Pfarrer Schäuble aus Vöhrenbach, der als Vertreter für Pfarrer Demmelmair nach Furtwangen kam und die Narrenmesse hielt. So habe er endlich einmal wirkliche Fasnet und nicht Karneval erleben können.

Die Ansprache erfolgte unter dem lauten Wehklagen der anwesenden Narrengesellschaft. Ein besonders großer Schicksalsschlag für alle Narren ist die Tatsache, dass am Ende der Fasnet die Geldbeutel komplett leer sind. So mussten diese nun gewaschen werden, damit sie dann bis zur nächsten Fasnet wieder gefüllt werden können.

Schließlich ging es weiter auf den Marktplatz zum Narrenbaum, der von den Narrenbaumsetzern fachgerecht gefällt wurde. Das gute Stück wurde dann auch wieder meistbietend versteigert.

Bürgermeister Josef Herdner, der zuvor noch den Rathausschlüssel endlich wieder zurückerhalten hatte, wollte mitbieten. Aber den Zuschlag erhielt schließlich Marcel Wehrle für 115 Euro.