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Furtwangen "Die Fallers sind fast unsterblich"

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Die Außenaufnahmen für die TV-Serie "Die Fallers" werden auf einem Hof bei Furtwangen aufgenommen - gerade wird die 117. Staffel gedreht. Foto: Beate Müller

Furtwangen - Seit 24 Jahren gehört die Kultfamilie Faller zum festen Bestandteil des Sonntagabendfernsehprogramms von vielen Familien. Zur Zeit werden die Außenaufnahmen der 1000. Folge der SWR3-Serie auf dem "Fallerhof" bei Furtwangen gedreht.

Wenn man bei den Fallers zur Tür herausgeht, dann liegen mehr als hundert Kilometer zwischen den beiden Drehorten. Die meisten Szenen der sonntäglichen Vorabend-Serie werden in den Studios des Südwestrundfunks in Baden-Baden gedreht. An vier Tagen je Staffel verschiebt sich das Serien-Set dahin, wo die Schwarzwaldfamilie laut Drehbuch eigentlich wohnt.

Mitten im Schwarzwald, auf einem abgelegenen Hof bei Furtwangen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Drehort ist das, was man wohl Idylle nennen kann: Der blaue Himmel steht im Kontrast zu den schneebedeckten Hügeln, es riecht nach Stall, Gänse watscheln über den Hof, an normalen Tagen herrscht hier Ruhe. Nicht so an diesem Drehtag, an dem die Außenszenen für die 1000. Folge gedreht werden, die am 3. Februar 2019 ausgestrahlt werden soll. Denn bei Eva Schönfeldt (gespielt von Lucie Muhr), Enkelin von Johanna und Hermann Faller, und ihrem Ehemann, dem Tierarzt Andreas Grub, kracht es in dieser Szene gewaltig. Die beiden stürmen aus dem Schwarzwaldhof, Grub steigt in sein Auto, die Türe knallt, er rast davon und lässt Eva wütend zurück. Weit kommt er jedoch nicht: Die Szene ist im Kasten, und alles geht zur Wiederholung auf Anfang.

Am Set wuseln etwa 30 Mitarbeiter plus die Schauspieler umher. Sie filmen, nehmen den Ton auf, sichten das Filmmaterial, riegeln ab und bauen die Requisiten auf. Dabei wird auf jede Kleinigkeit geachtet. Selbst der Schnee ist Requisite, niemand darf Fußspuren hinterlassen, ein solcher Anschlussfehler wäre fatal. Eine Mitarbeiterin scheucht die Gänse umher und füttert die Ziege, die über das Geschehen wacht. Die Tiere sind vom Hof nebenan ausgeliehen. Der Kuhstall hingegen gehört zum Hof. Wenn nicht gerade das Filmteam aus Baden-Baden zu Gast ist, herrscht hier ganz normaler Hofbetrieb.

Außenaufnahmen der 117. Staffel gedreht

Derzeit werden die gesamten Außenaufnahmen der 117. Staffel gedreht. Je nachdem wie das Wetter ist, muss man bei den Innenaufnahmen darauf achten, dass es mit den äußeren Umständen zusammenpasst. Heißt, wenn etwa Hermann Faller aus seinem Auto steigt und dann das Haus betritt, müssen der Schal und die Haare bei den Innenaufnahmen in Baden-Baden genauso sitzen, wie beim Drehtag im Schwarzwald. Wenn es regnet, muss er dementsprechend durchnässt das Haus betreten. Als die erste Klappe zur ersten Staffel der SWR-Serie am 3. Mai 1994 fiel, hätten Produzent Thomas Martin und sein Team nicht gedacht, dass sich die Erfolgsgeschichte 1000 Folgen weiterschreiben wird.

Umso erfreulicher ist, dass der Marktanteil der Fallers konstant bei 14,2 Prozent liegt. "Die Fallers sind deswegen so beliebt, weil sie von Land und Leuten erzählt", vermutet Martin. Ob kleine Alltagsprobleme oder bedrohliche Ereignisse, ob Herzschmerz oder Liebesglück, ob Familienzusammenhalt oder Bruderzwist, alles was das wahre Leben ausmacht, findet seinen Niederschlag bei der Familie rund um Familienoberhaupt Hermann Faller und seine Frau Johanna.

"Je länger es die Fallers gibt, desto mehr Geschichten fallen einem ein, es gibt immer mehr Erzählanlässe und Anknüpfungspunkte", erzählt Martin.

Dabei achtet das achtköpfige Redaktionsteam darauf, dass sich die Serie immer den aktuellen Trends und Lebensumständen anpasst. Denn obwohl das Durchschnittsalter des typischen Fallers-Zuschauers fast konstant bei 64 Jahren liegt, erfreut sich die Serie auch eines jüngeren Publikums.

"Wir versuchen durch junge Protagonisten und Geschichten um sie herum die Serie auch für junge Leute spannend zu machen", meint Martin. "Man darf das Ruder allerdings nicht zu stark herumreißen. Das ist ein feiner Grat, um dem Stammzuschauer das zu bieten was er seit Jahren schätzt und um gleichzeitig junge Zuschauer zu gewinnen."

Landschaft eigentlich die Hauptfigur

Die Verjüngung, die macht sich auch in technischen Details bemerkbar. Die Schnitte und Bildfolgen sind in den vergangenen Jahren etwas schneller geworden, viele Aufnahmen der Schwarzwaldlandschaft werden mit der Drohne aufgenommen.

Die Landschaft scheint ebenfalls eins der Zugpferde der Kultserie zu sein. "Nicht zuletzt dürfen wir auch den malerischen Schwarzwald nicht vergessen", betont Martin, "Er ist unsere eigentliche Hauptfigur."

Doch wie geht es mit den Fallers weiter? Viel könnten die Macher um Produzent Thomas Martin nicht dazu sagen. Schließlich will der Zuschauer auch nicht gespoilert werden. Nur so viel sei verraten: Zentral wird bei der Jubiläumsfolge ein spannendes Ehedrama um Fallers-Enkelin Eva und ihren Mann Andreas sein. Nach 1000 Folgen Fallers, 40 pro Jahr, ist noch lange nicht Schluss. Produzent Martin denkt nicht ans Einstellen: "Die Fallers sind fast unsterblich."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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