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Furtwangen Dem Klima geht es gar nicht gut

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Bernwart Janzing (rechts) beobachtet seit 40 Jahren das Wetter in Furtwangen. Für seinen Vortrag in der Arche dankt ihm der Vorsitzende des Furtwanger Geschichts- und Heimatvereins Gerhard Buchmann (links). Foto: Hajek Foto: Schwarzwälder Bote

Seit 40 Jahren beobachtet Bernward Janzing das Wetter in Furtwangen. Bereits als Schüler installierte er seine erste Messanlage am Kussenhof. Über Ergebnisse und Beobachtungen berichtete er im Museumsgasthaus Arche.

Furtwangen. Gerhard Buchmann, Vorsitzender des Furtwanger Geschichts- und Heimatvereins konnte sich über eine große Resonanz auf das Angebot freuen: Kein freier Platz war mehr zu finden.

Bernwart Janzing stimmte mit Bildern sehr schneereicher Winter zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf das Thema ein. Seine Temperaturmessungen der vergangenen 40 Jahre ergaben eine Durchschnittstemperatur, die fast ein Grad höher lag als in früheren Zeiten. "Das klingt nicht nach viel", betonte Janzing, "dennoch macht das etwa 150 Meter Höhenlage aus." Die Vegetation startet früher, die Zahl der Frosttage zeigt leicht abfallende Tendenz. Die Spitzentemperaturen steigen nicht im gleichen Maß, auffallend sei jedoch die größere Zahl milder Sommernächte in Furtwangen.

Die Schneehöhen nehmen deutlich ab

Während an den Temperaturen der Klimawandel deutlich abzulesen ist, sei an den Niederschlagsmengen "nichts Greifbares festzustellen", so Janzing. Allerdings falle auf, dass bei den Schneehöhen der "Trend abfallend" sei.

Vor allem verschieben sich die Zeiten großen Schneefalls auf Ende Januar und Februar. Dann kommt das Frühjahr allerdings eher als in früheren Jahren. Man müsse abwarten, ob der Trend anhalte oder ob es sich um Ausreißerjahre handelt, mahnte der Referent zu vorsichtiger Beurteilung.

Schließlich ging Bernward Janzing auf politische Aspekte ein: Der aktuelle Strommix in Deutschland enthalte deutlich weniger CO 2, immerhin würden rund 35 Prozent erneuerbarer Energie erzeugt.

Dem einstündigen Referat schloss sich eine vielseitige Diskussion an.

"Ich habe Angst um den Wald", verwies Hubert Löffler auf die steigende Zahl vom Borkenkäfer geschädigter Bäume. "Was nützen die Anstrengungen Deutschlands, wenn die anderen Länder nicht mitmachen?", wurde kritisiert. Janzing hob hervor, dass Energieeinsparungen auch industriepolitisch Vorteile bringen.

Wie es mit der Windkraft weitergeht, ist nach Auskunft von Janzing "schwer abzuschätzen" angesichts von Genehmigungsproblemen. Für "Strom vom eigenen Dach" plädierte er.

Viele Zuhörer wollten das Gehörte daheim nachlesen und nahmen eine Broschüre "Zweimal 20 Jahr" mit heim. Sie ist übrigens auch im örtlichen Buchhandel zu haben.

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