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Furtwangen Bundesweit erstes Urnen-Hochgrab

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Das bundesweit erste Urnenhochgrab wurde nun auf Initiative von Norbert Wiehl (rechts) von den technischen Diensten der Stadt in Absprache mit Bürgermeister Josef Herdner auf dem Furtwanger Friedhof installiert. Dieses Grab von der Firma Grabholz, hier vertreten durch Geschäftsführer Joachim Enderle (links), bietet Platz für zehn Urnen. Unter anderem wird die Bepflanzung auf Dauer durch den Furtwanger Stadtgärtner gepflegt.Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Bundesweit gilt Furtwangen als erste Kommune, die nun ein sogenanntes Urnen-Hochgrab auf ihrem Friedhof zum Urnen-Bestattung anbietet.

Furtwangen. Entwickelt von der Firma Grabholz in Gottmadingen wird hier eine ganz neue Art der Urnenbestattung möglich gemacht. Norbert Wiehl von den technischen Diensten hatte diese neue Idee zufällig entdeckt und sich dann gemeinsam mit Bürgermeister Josef Herdner dafür entschieden, ein solches Urnenhochgrab in Kooperation mit der Firma Grabholz auf dem Furtwanger Friedhof zu errichten.

Denn dieses Hochgrab bietet nach Einschätzung von Norbert Wiehl einige Vorteile: zum einen ist es für die Angehörigen sehr preisgünstig, zum anderen ist hier beim Kauf eines solchen Grabes auch bereits die Bepflanzung mit Blumen für die ganze Nutzungsdauer bereits enthalten.

Entwickelt hatte das Hochgrab Joachim Enderle von der Firma Grabholz, die sonst auf Grabmale aus Massivholz spezialisiert ist. Erstmals vorgestellt wurde diese neue Form der Urnen-Bestattung bei der Landesgartenschau 2017 in Herrenalb. Und nun war in Furtwangen Premiere, erstmals wurde ein solches Urnenhochgrab tatsächlich auf einem Friedhof installiert.

Günstiger Preis

Von besonderer Bedeutung, so Norbert Wiehl, ist unter anderem der günstige Preis der Bestattung in einem solchen Urnenhochgrab. Insgesamt zehn Urnen finden hier Platz. Ein Grab kostet 1055 Euro, die Beschriftung mit einer Namenstafel kostet dann lediglich zusätzlich noch 80 Euro. Das ist natürlich wesentlich günstiger als die sonstigen Urnengräber oder Erdgräber.

Einfache Pflege

Und nicht zuletzt wird dieses Urnenhochgrab auf Dauer vom städtischen Bauhof und dessen Stadtgärtner gepflegt sowie immer mit Blumen bepflanzt und bietet damit ein ansprechendes Bild. Jetzt ist Norbert Wiehl gespannt, ob bei den Bürgern Bedarf für eine solche Art von Grab besteht.

Bei Bedarf können auch Grabplätze für zwei Urnen beispielsweise für Ehepaare eingerichtet werden. In dem Urnenhochgrab haben zehn Urnen Platz, es gibt aber auch noch eine größere Ausführung mit rund 20 Grab-Plätzen. Das Furtwanger Urnenhochgrab benötigt mit den Zugängen rund um das Grab insgesamt eine Fläche von etwa 20 Quadratmeter, die bei diesem ersten Beispiel gepflastert sind.

Zunächst begrenzte Anzahl

Ab sofort stehen diese Gräber auch für Bestattungen zur Verfügung, näheres erfährt man bei der Stadtverwaltung Furtwangen. Nicht zuletzt sollte man daran denken, so Norbert Wiehl, dass die vorhandenen Urnen-Grabplätze nach seiner Schätzung nur noch etwa drei Monate ausreichen.

Nachhaltige Materialien

Wie Joachim Enderle von Grabholz erläuterte, gestaltet sich dieses Hochgrab oval mit einer Länge von 2,7 Meter, einer Tiefe von 1,30 Meter sowie einer Höhe von 0,9 Meter. Der Unterbau ist nachhaltig gestaltet und besteht aus massiver Eiche aus deutschen Wäldern, teilweise sogar aus dem Schwarzwald.

Die Umrandung ist aus langlebigem Edelstahl errichtet.

Nicht zuletzt, so Joachim Enderle, kommt dieses Hochgrab Friedhofsbesuchern mit Handikap entgegen. Denn die Grabstelle ist auf einer angemessenen Höhe und das Hochgrab kann sogar beispielsweise mit einem Rollator teilweise unterfahren werden.

Mit dieser Premiere auf dem Furtwanger Friedhof könnte dieses Urnenhochgrab sicher auch für viele andere Gemeinden interessant sein, die dieses nun hier in natura auf einem Friedhof begutachten können. Wie Norbert Wiehl betonte, sei das Ganze ein Versuch, um das Interesse an dieser Art der Bestattung zu testen. Wenn eine entsprechende Nachfrage besteht, können solche Urnenhochgräber natürlich jederzeit und sehr schnell an weiteren Stellen aufgestellt werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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