Die Indus Holding AG hat 75 Prozent der Furtwanger Firma IEF-Werner erworben. Foto: Eich Foto: Schwarzwälder-Bote

Indus Holding AG erhält Anteil von 75 Prozent und soll heimisches Unternehmen bei Wachstum unterstützen

Von Marc Eich

Furtwangen. In ihrer 35-jährigen Geschichte entwickelte sich die Firma IEF-Werner zu einem Spezialisten für Automatisierungssysteme. Nun hat Inhaber Manfred Bär die Mehrheit an die Aktiengesellschaft Indus verkauft.

Wie die Indus Holding AG in einer Pressemitteilung erklärt, erwirbt sie 75 Prozent der hiesigen Firma, um damit eine attraktive Akquisitionsmöglichkeit im Bereich der Automatisierungstechnik wahrzunehmen. "In dieser Branche suchen wir gezielt nach Investitionsmöglichkeiten", erklärt die Beteiligungsgesellschaft in der Mitteilung. Indus investiert nach eigenen Angaben langfristig in mittelständische Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Raum.

Auch aufgrund der neusten Entwicklungen des Unternehmens ist man bei Indus voll des Lobes. Bemerkenswert seien die hohe Entwicklungsintensität im Unternehmen und die neuen Produkte im Bereich der hochpräzisen Servopressen und der Mikromontagetechnik, "damit passt IEF perfekt in unser Portfolio aus innovativen zukunftsfähigen Mittelständlern", sagt Jürgen Abromeit, Vorstandsvorsitzender der Indus Holding AG.

Zufrieden ist man aber offenbar auch bei der hiesigen Firma. "Ich habe nach einem neuen Eigentümer gesucht, der nicht nur das Potenzial von IEF erkennt, sondern das Unternehmen auch bei seinem dynamischen Wachstum unterstützt", so der bisherige Alleininhaber Manfred Bär, der seine Mehrheit im Rahmen einer Altersnachfolgeregelung verkauft. Gleichzeitig gibt er bekannt, dass jedoch bis mindestens 2017 als geschäftsführender Gesellschafter den Übergang begleiten wird.

IEF-Werner, 1980 als Entwicklungs- und Ingenieurbüro mit drei Mitarbeitern gegründet, deckt mit seinem Produktportfolio vor allem die Bereiche Transfersysteme, Semiconductor und Radmessmaschinen, Komponenten sowie Mikromontage ab.

Über Jahre hinweg konnte das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl kontinuierlich auf 138 steigern, zwei Niederlassungen in Nord- und Mitteldeutschland beziehen sowie zwölf Vertretungen auf der ganzen Welt eröffnen. Für das aktuelle Jahr wird mit einem Umsatz von rund 22 Millionen Euro gerechnet.