Qualitativ hören lassen kann sich der Musikverein "Frohsinn" Rohrbach mit seinem Dirigenten Florian Reis. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Frühjahrskonzert: Musikverein "Frohsinn" musiziert / Gäste aus Pfaffenweiler

Von Siegfried Kouba

Furtwangen-Rohrbach. Als Doppelauftritt wurde das Frühjahrskonzert des Musikvereins "Frohsinn" zusammen mit der Musik- und Trachtenkapelle Pfaffenweiler gestaltet.

Um das Motto "Schwarzwald" kreiste das Programm. Schlag auf Schlag ging es mit den Gästen aus Pfaffenweiler, wozu Katrin Heindke informativ moderierte. Höhepunkt war der "Gruß aus den Bergen" von Otto Heinl. Dirigent Lothar Mai erwies sich als versierter Posaunist, kantabel in der Höhe und sonor in der Tiefe.

Eine Überraschung war der Auftritt mit dem Gesangsduo Melanie Neininger und Udo Heindke. Die Eigenproduktionen "Schwarzwald, wie bist du schee" und "Ade, bliebet g’sund" kamen bestens an. Mit Hans Kamps schmissiger Polka "Schwarzwälder Tal" wurde ins Programm eingestiegen und mit dem "Bergwind" von Martin Scharnagl wurde ein feierlichen Stimmungsbild gezeichnet, bei dem nach dem Intermezzo von Flöten- und Klarinettensolo ein grandioser Schluss folgte. Ein ernstes Stück mit gesteigerter Dynamik wurde mit "Bergwerk" geboten.

Einen qualitativen Sprung nach vorne machte der "Frohsinn" unter Leitung von Florian Reis, der mit präziser Zeichengebung elegant dirigierte. Zum Krummlachen war der Auftritt von Ansager Thomas Duffner, der als Schwarzwälder Wieble in Tracht auftrat. Ein spritziger, moderner Auftakt wurde mit der "Fanfare Esprit" von Douglas Court geboten. Mit "Deutschlandbilder" von Alfred Bösendorfer wurde eine Reise durch Landschaften und Zeiten gemacht, die von Pastorale, über Alemannentanz bis Gaudeamus igitur reichte. Operette in Kurzform gab es mit Leon Jessels "Schwarzwaldmädel". Auf Adlers Flügeln schwebte man bei mystischer Stimmung, schönem Flötensolo und homogenem Klang über den Schwarzwald mit "On the Wings of an Eagle" (Douglas E. Wagner).

Mit Willy Langes "Schwarzwälder Maidli" wurde eine heitere Polka geboten und die "Schwarzwaldmusikanten" von Rolf Schneebiegl weckten alte Erinnerungen. Mit der "Kuckuckspolka", bei der der Vogel aus allen Register rief und der Erkennungsmelodie zu der "Schwarzwaldklinik" als Zugaben wurde noch einmal voll aufgedreht.

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