Nicht im Panoramastadion, sondern auf dem Kunstrasen in Renfrizhausen empfängt der FC Holzhausen am Samstag (15 Uhr) den VfB Friedrichshafen. Die Gäste sind in toller Form.
Würden in der Verbandsliga nur die Partien ab Oktober in die Wertung einfließen, sähe die Tabelle ein wenig anders aus: Der FC Holzhausen – in diesem Zeitraum mit 22 Zählern – wäre Dritter. Spitzenreiter wäre hingegen tatsächlich der Aufsteiger aus Friedrichshafen.
Das Team vom Bodensee hat in den vergangenen zehn Partien 26 Punkte gesammelt und letztmals am 27. September (1:5 in Weilimdorf) ein Pflichtspiel verloren. FCH-Cheftrainer Daniel Seemann sagt daher: „Sie sind komplett im Flow und haben das vergangene Woche auch bestätigt.“ So startete der VfB mit einem 4:0-Erfolg über Calcio Leinfelden-Echterdingen.
Aufsteiger mit Leichtigkeit
Ein zu großes Thema will Seemann aus der starken Verfassung des Kontrahenten aber nicht machen, schließlich findet er: „Ich habe schon immer jeden Gegner gleich eingeschätzt, das war als Spieler auch so. Man darf ohnehin nie einen Gegner unterschätzen. Daher sehe ich sie nicht anders als in der Vorrunde. Sie können befreit aufspielen, Aufsteiger haben ab und an mal so eine Leichtigkeit.“
Gespielt wird am Samstag übrigens auf dem Kunstrasenplatz in Renfrizhausen. Hier hatte man in der Vorbereitung einige Testspiele absolviert, nun wird ausnahmsweise auch in der Liga mal wieder ein Heimspiel auf Kunstrasen ausgetragen. „Der Platz ist aktuell nicht bespielbar“, so Seemann über den Rasen im Panoramastadion. Einen Nachteil dürfte das Geläuf ohnehin nicht darstellen, da sich das Team sichtbar wohl auf diesem Platz fühlt.
Nach dem 2:1-Erfolg in Hofherrnweiler will man nun nachlegen. „Direkt nach der Winterpause ist es immer schwierig. Es war wirklich kein schönes Spiel, aber wir sind froh, es gezogen zu haben“, erläutert Seemann. Da der TSV Berg zeitgleich noch spät das 3:3 in Dorfmerkingen kassierte, ist der Vorsprung auf den 3. Platz wieder auf fünf Punkte angewachsen.
2. Platz als Ziel
Dies ist laut Seemann momentan auch die einzige Frage. Er bekennt: „Es geht nur um den 2. Platz. Die Young Boys werden durchmarschieren, da bin ich sicher. Für uns gilt es, den aktuellen Rang zu verteidigen. Es steht nun schon eine heiße Phase an, das habe ich der Mannschaft auch gesagt.“
Zum Kader stoßen werden wieder Nils Schuon und auch Elias Wolf. Hinter dem Einsatz von Simon Bok steht noch ein Fragezeichen. Gerne würde man beim FCH an das 4:1 im Hinspiel anknüpfen. Seemann weiß aber: „Das war jetzt kein 4:1-Spiel. Spielerisch waren sie sogar überlegen, wir haben aber gut gekontert.“
„Frech und attraktiv“
Sandro Musso, Sportlicher Leiter des VfB Friedrichshafen hatte Anfang des Jahres in einem Interview passenderweise gesagt: „In meinen Augen spielen wir frechen, sehr attraktiven Fußball. Es gibt wenig Langholz, wir spielen alles raus – das war immer das, was wir wollten.“