Ein Funkturm "Auf Haseln": in Lackendorf ein umstrittenes Thema.Symbol-Foto: Pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

Funkturm: Weiterhin formiert sich Widerstand in Lackendorf

Der geplante Sendeturm Auf Haseln/Mühlenhalde bleibt umstritten. Eine Info-Veranstaltung soll die Bedenken ausräumen

Dunningen-Lackendorf (psh). Irritationen gab es unter den Zuhörern während der Ortschaftsratsitzung am Montag. Sie hatten erwartet, weitere Informationen zum geplanten Funkturm der Telekom "Auf Haseln" zu bekommen.

Erbost war besonders ein Bürger, der sich auf die Ankündigung bezog, diesen Tagesordnungspunkt am 19. April zu beraten. Er nannte eben diese Ankündigung einen "Aprilscherz". Ortsvorsteher Hermann Hirt musste sich erklären. Dabei lag die Verzögerung nicht an ihm.

Ortschaftsratssitzung sogar verschoben

Laut Hirt hatte es die BFVK, Bauherrin des Turms, bisher nicht geschafft, einen kompetenten Mitarbeiter zu entsenden, der auf die teils massiven Bedenken einiger Lackendorfer reagieren könnte. "Die Telekom war einfach außerstande, jemand zu schicken", so Hermann Hirt. Dabei hatte er die turnusmäßige Sitzung deshalb sogar um eine Woche verschoben.

Wie Hirt auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, werde es keine Entscheidung des Ortschaftsrats geben, bevor nicht eine Informationsveranstaltung zum Turm stattgefunden habe. Dabei sollen Befürworter und Gegner des Vorhabens zu Worte kommen.

Wie eine solche Informationsveranstaltung letztendlich aussehen werde, könne er angesichts der Unwägbarkeiten durch Corona noch nicht abschließend beantworten, räumte Hirt im Gespräch mit unserer Zeitung ein. Als möglichen Zeitpunkt einer solchen Informationsveranstaltung nennt Hirt den Mai oder, eher wahrscheinlich, den Juni. Danach werde der Ortschaftsrat eine Entscheidung fällen. Hirt sieht diese als bindend für den Gemeinderat, der das letzte Wort in dieser Sache hat.

Die Gemeinde habe, so betonte der Ortsvorsteher noch einmal, der Telekom den Standort im Bereich Am Haseln/Mühlenhalde vorgeschlagen, um die Antennen nicht irgendwo im Ort installieren zu müssen. Bei dem von der Gemeinde vorgeschlagenen Standort werde der übliche Abstand zur Wohnbebauung sogar noch überschritten, macht sich Hirt für den gewählten Standort stark.

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