Ortsvorsteher Wolfgang Schoch kämpfte fünf Jahre für besseren Empfang – nun scheint der Durchbruch geschafft. 2026 soll der Funkmast in Betrieb gehen.
Seit fünf Jahren ist Schuras Ortsvorsteher Wolfgang Schoch darum bemüht, das Funkloch in Schura schließen zu lassen.
Endlich gibt es Hoffnung.
Baubeginn könnte im Sommer 2026 sein.
Auf Freude folgt Ernüchterung
Nach vielen Anschreiben und Telefonaten fand im Juli 2023 mit einem Vertreter der Telekom eine Standortsuche statt. Nach Messungen hatte man sich auf das Flurstück 1500, ein kleineres Dreieck gegenüber dem Friedhof, geeinigt. Der Beschluss des Ortschaftsrates wurde der Stadtverwaltung Trossingen vorgelegt. „Voller Freude hatte ich die Öffentlichkeit informiert“, so der Ortsvorsteher in der Sitzung am Montagabend. „Allerdings war ich zu schnell, denn seitens der Baurechtsbehörde wurde ich sehr schnell zurückgepfiffen“, das ausgesuchte Grundstück war bereits als Ausgleichsfläche bestimmt und ist inzwischen mit Obstbäumen bepflanzt. Dies sei ihm, wie auch vielen anderen Beteiligten, zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, betonte Wolfgang Schoch. „Auch in einem Plan war dies explizit nicht vermerkt.“
Neuer Suchlauf
Doch die Stadtverwaltung, an erster Stelle die Bürgermeisterin, sowie Jochen Schweizer von der Baurechtsbehörde hatten Ersatzstandorte vorgeschlagen, die alle im Besitz der Stadt sind. „Hierzu gehört auch das Flurstück 770, ein längliches Dreieck in einer Senke zwischen der früheren Straße nach Aldingen und der K 5913 – das ist die Straße Richtung Aldingen und Spaichingen.
Die Telekom sei darauf eingegangen, und am 15. Oktober 2025 habe auf dem Flurstück mit der Nummer 770 eine Vor-Ort-Begehung stattgefunden, an der zahlreiche Vertreter im Auftrag der Telekom (Ingenieure, Vermessungstechniker, Grünplaner und weitere) sowie als Leiter der Liegenschaftsverwaltung Axel Henninger und das ‚Hochbauamt der Stadt Trossingen sowie Ortsvorsteher Schoch teilgenommen haben. „Der Standort in der Senke wurde fix festgelegt – er muss 15 Meter von der Straße und acht Meter vom Feldweg entfernt sein“.
So geht es jetzt weiter
Der Pächter des Grundstücks sei informiert worden. In der nächsten Zeit finden mit Zustimmung der Stadtverwaltung Trossingen Probebohrungen statt, um den Untergrund zu ermitteln. Danach wird der Bauantrag bei der Stadt Trossingen durch die Telekom gestellt.
Baubeginn sei, so der Ortsvorsteher voraussichtlich im Sommer 2026. Der Funkmast der Telekom (D1 Netz) selbst sei dann 45 Meter hoch, höher als ursprünglich am alten Standort, der mit 30 Metern geplant war.
„Dafür liegt er in der Senke und von Schura aus gesehen ragt er etwas über die Kastanienbäume beim Friedhof hinweg.“ Von diesem Standort aus versorgen die Funkstrahlen drei Richtungen. Schwerpunktmäßig direkt nach Schura (Westen), sowie nach Südwesten und ein Strang nach Nordwesten (Hochhaus in der Christian-Messner-Straße in Trossingen). Schura wäre damit komplett abgedeckt, aber auch große Teile von Trossingen.
Ob sich die anderen Provider, Vodafone (D2 Netz) und Telefonica (O2-Netz) anschließen, sei derzeit nicht bekannt. Die Technik hierzu wird aber vorgerichtet, damit diese ebenfalls den Mast mitbenutzen können, was allgemein üblich sei.