Mit leuchtenden Flammen und feinen Kunststücken bringt der Feuerkünstler seine Zuschauer zum Staunen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Lasershows begeisterten die Besucher der Party beim Wilden Michel. Die Bühnen verwandelten sich in psychedelische Kunstwerke.

Bunt, laut, magisch und wild war es am Wochenende im ohnehin nicht immer leisen „Wilden Michel“ in Linach. Erstmals waren die Michelmacher um Urs und Ute Fischbach nicht selbst Veranstalter, vielmehr hatte sich ein Partykollektiv „eingemietet“, die den Michel zur Raver-Hochburg machten.

 

Das Funkentanz-Festival ging zu einem großen Teil unten im Wald neben dem großen Teich über die Bühne – mit Musik, Tanzen, Workshops und Shows. Es sei ein magisches, besonderes „Gathering“ – eine Versammlung im Herzen des schönen Schwarzwalds, bei der sich laut dem Veranstalter „Feuertanz Events“ feinste psychedelische Klänge und Gemeinschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis vereinten.

Auf drei „Floors“, in der Tenne und dem Haupt-Floor im „Zauberwald“ mit mehreren Bühnen sorgten spezielle Soundsysteme für einen glasklaren Klang, mit einem Bass, „der eins mit deinem Herzschlag wird und dich tief in die Musik eintauchen lässt“ – die wummernden Bässe brannten sich auch in die Nacht in Linach. Die „Wilde Tenne“, der Floor in der alten Scheune, wurde zumeist von rhythmischen Technoklängen überschwemmt, die für die richtige Atmosphäre und ekstatische Tänzer sorgten.

„Chillout-Jurte“ zum Entspannen

Dennoch – es gab durchaus auch Ruheräume wie die „Chillout-Jurte“, in der entspannende Musik eine Klangoase schuf. Und als die Füße eine Pause brauchten, fand man an mehreren Orten ein knisterndes, wärmendes Lagerfeuer, an dem es sich die Besucher auf Kissen und einer Decke gemütlich machen und schöne Gespräche mit anderen Partygästen führen konnten.

Zudem gab es eine Fasssauna, in deren wohliger Hitze die Muskeln entspannen konnten. Daneben lud ein „Hot Tub“, ein beheiztes Badefalls, dazu ein, unter klarem Sternenhimmel ein wohltuendes Bad zu nehmen und einfach abzuschalten.

Eine magische Reise mit „Mama Cacao“

Bunte, reflektierende Feuertanz-Deko hauchte dem Festival Leben und Gemütlichkeit ein, Lasershows durchbrachen mit faszinierenden Projektionen die Grenzen der Realität. Diese Projektionen verwandelten die Bühnen zu bewegenden psychedelischen Kunstwerken, die alle in ihren Bann zogen.

Ein besonderer Höhepunkt waren die abendlichen Feuershows. Sobald die Dämmerung einsetzte und die Nacht aufzog, brachten die Künstler, umgeben von leuchtenden Flammen und psychedelischen Mustern, die Menschen mit ihren Kunststücken zum Staunen. Wer wollte, konnte sich auf eine magische Reise mit „Mama Cacao“ begeben. Dafür hatte sie einen besonderen Ritualcacao aus Mexiko mitgebracht, der helfen sollte, sich in einer angeleiteten Meditationsrunde zu erden und ganz bei sich im Hier und Jetzt anzukommen.